Tipping Points | Ab wann gibt es kein Zurück mehr?

„Tipping Point“ oder wie kleine Dinge große Veränderungen bewirken können, die irreversibel sind.

Im Hinblick auf den Klimawandel sind es zum einen die natürlichen Tipping Points,  von denen ab Entwicklungen nicht mehr reversibel sind.

Welche Folgen können natürliche Tipping Points haben?

Was sagt uns die aktuelle Forschung und Diskussion hierzu?

13 Antworten auf „Tipping Points | Ab wann gibt es kein Zurück mehr?

  1. Welche Folgen können natürliche tipping points haben?

    Tipping points (deutsch: Umkipppunkte) sind Punkte in der Klimaveränderung, die beim Überschreiten zu irreversiblen Veränderungen führen. Kurz eine fundamentale Veränderung des Klimas, welche auch nach Senkung des CO2-Ausstoßes nicht umkehrbar wäre.
    Professor Edenhofer nennt folgende Beispiel für Folgen natürlicher tipping points.
    1) Veränderung der nördlichen Wälder von CO2-Speichern zu CO2-Erzeugern.
    2) Ausstrocknung des Amazonas, der ebenfalls kein CO2 mehr speichert und zu einer Quelle von CO2 wird.
    3) Zerstörung der asiatischen Landwirtschaft durch Ausbleiben des Monsuns für zwei Dekaden (ca. zwanzig Jahre).
    4) Das westantaraktisches und grönländisches Eis wird instabil und schmilzt – dies führt zu einem höheren Meeresspiegel.

    Weitere tipping points:

    1) Erwärmung von Permafrostböden führt zu Freisetzung von Methan und einer weiteren Steigerung der Temperatur auf Grund des Treibhauseffektes.
    2) Gleicher Effekt gilt auch für die Weltmeere und deren Gashydratvorkommen.

    Benutzer: katir (ivane Forum)

  2. Welche Folgen können natürliche Tipping-Points haben?

    Tipping-points sind Ereignisse, die nicht sofort zu Auswirkungen führen, sondern gravierende langfristige und irreversibele Veränderungen an der globalen Uwelt auslösen.
    Folgen solcher Punkte, hier ausgelöst durch die Klimaerwärmung, können sein:
    – Veränderung der Vegetationsstruktur in verschiedenen Erdregionen.
    – Klimaveränderungen.
    – Veränderung der Kohlenstoffdioxidbilanz von Ökosystemen. Dies kann, bei einer in Summer höheren Kohlestoffdioxidfreisetzung der Eintritt in eine spiralförmige Entwicklung sein, die sich selbst beschleunigt.

  3. Welche Folgen können natürlich Tipping Points haben?

    Tipping Points sind Punkte in der Klimaentwicklung, die bei Überschreiten zu irreversiblen Veränderungen des Weltklimas führen.

    In seinem Vortrag nennt Prof. Dr. Ottmar Edenhofer folgende Beispiele für Folgen die auftreten können, sobald diese Punkte überschritten werden:

    – Wandel der nördlichen Wälder von CO2-Senkern zu CO2-Spendern
    – der Amazonas trocknet aus, was ebenfalls zu einem Wandel von CO2-Senker zu CO2-Spender führt
    – Veränderung der Monsundynamik in China und Indien, was zu einer erheblichen Problematik in der Landwirtschaft, auf Grund des Ausbleibens des Monsuns für rund zwanzig Jahre, führt
    – Anstieg des Meeresspiegels auf Grund der Schmelze und Instabilität des Westantaktischen- und Grönländischeneisschildes

  4. Hallo zusammen,

    wenn ich das richtig verstanden habe, resultieren diese natürlichen Tipping Points, wie z. B. das Austrocknen des Amazonas‘ oder das Verwandeln der nördlichen Wälder von einer Netto CO2-Senke zu einer Netto CO2-Quelle, aus der globalen Erderwärmung.
    Demnach sind die Folgen, die das unbewusste Umlegen dieser Kippschalter im Erdsystem nach sich ziehen, exponentiellen Ausmaßes.
    Das heißt, dass das System eine kaum noch aufzuhaltene Eigendynamik entwickelt. Als Beispiel ist eine Folge der Erderwärmung die Bildung von Schmelzwasserseen in der Antarktis, diese lassen Permafrostböden auftauen und setzen weitere Treibhausgase frei, die wiederum die Erderwärmung beschleunigen (ein Teufelskreis). Zumindest wenn man dieser Internetseite Glauben schenken darf:

    http://www.oekosystem-erde.de/html/klimawandel-03.html

    Viele Grüße

  5. Welche Folgen können natürliche Tipping Points haben?

    Natürliche Tipping Points sind nach Professor Edenhofer Kippschalter im Erdsystem, die die gesamte Betriebsweise des Erdsystems fundamental ändern und in irreversibler Weise aktiviert werden.

    So verwandeln sich z.B. die nördlichen Wälder von einer Nettosenke für Co2 zu einer Nettoquelle.
    Das gleiche trifft auf den Amazonas zu, dem zudem noch eine Austrocknung droht.

    Ferner weist Professor Edenhofer auf die Monsundynamik in China und Indien hin, bei der er zu einer Unterdrückung des Monsuns für 2 Dekaden kommt, was letztlich dazu führt, dass sich die asiatische Landwirtschaft in dem Zeitraum nicht anpassen kann.

    Als letztes Beispiel nennt Professor Edenhofer die Instabilität des Westantarktischen und Grönländischen Eisschildes welche stark unterschätzt und zum schmelzen des Eises führen wird, was wiederum zu einer Erhöhung der Meeresspiegel führt.

    Betrachtet man all diese Bespiele so zeigt sich vor allem die erheblichen Auswirkungen von Kohlenstoffdioxid die zu einer immer stärkeren Erderwärmung führen. Vor allem sehr beängstigend wenn man den Ausführungen von Professor Edenhofer glauben schenken darf, dass bei Ländern bei denen das pro Kopf Vermögen um 1% gestiegen ist, gleichzeitig die CO2-Emissionen Pro Kopf um 1 % gestiegen sind.
    Dies trifft vor allem auf aufsteigende Nationen wie China zu die in den letzten Jahren einen enormen Fortschritt zu verzeichnen haben. Der schlafende Drache erwacht und treibt die CO2-Werte in neue Höhen.
    Und dies wird sich auch nicht ändern wenn man nicht die Emissionen vom Wirtschaftswachstum abkoppelt.

    Nach Professor Edenhofer ist es wohl noch möglich die CO2-Emissionen bis 2050 zu halbieren. Ob es wirklich möglich ist wird wohl nur die Zeit zeigen. Denn das einzige was wir noch betreiben können ist eine Schadensbegrenzung.

  6. Was könnten gesellschaftliche Tipping Points sein – und welche Folgen haben diese?

    Tipping Points sind der Punkt, an dem sich eine geradlinige Entwicklung abrupt verändert.

    Während natürlich Tipping Points recht klar umrissen definiert werden können, so ist dies bei gesellschaftlichen Tipping Points schwieriger.
    Man könnte dies mit den momentanen Unruhen in Griechenland versuchen zu beschreiben. Die griechische Bevölkerung muss rigorose Sparmaßnahmen über sich ergehen lassen. Folge dieser Maßnahmen sind starke Unruhen im Land, die mitunter schon Menschenleben gekostet haben.
    In dieser Situation gab es auch einen Tipping Point. Bis zu einem bestimmten Maß hätten die Griechen diese Sparmaßnahmen sicherlich ohne große Aufstände über sich ergehen lassen, doch ab einem gewissen Punkt (Tipping Point) kippte die Stimmung im Land und es kam sehr schnell zu Unruhen.

    Folgen sind hierbei die Ablehnung der Sparmaßnahmen, trotz dem Wissen ihrer Dringlichkeit, sowie der Suche nach Menschen, denen man die Schuld für diese Situation auf bürden kann.

  7. Ich Vortrag von Prof. Dr. Ottmar Edenhofer zum Thema “Was ist bedroht- das Klima oder die Freiheit” spricht einige natürliche Tipping Points an.
    Eine globale Steigerung Mitteltemperatur von 4 bis 5 °C führt auf lange sicht zu Kippschaltern im Erdsystem die zu negativen Ereignissen führen können. Je höher die Mitteltemperatur, desdo stärker die Wasserknappheit.
    Als Beispiele führt er das verwandeln der nördlichen Wälder von Nettosenke CO² in eine Nettoquelle.
    Die gleiche Entwicklung fidnet im Amazonas statt der dadurch droh auszutrocknen.
    Ebenso wandelt sich die Monsumdynamik in China und Indien erheblich. Zwei Dekaden lang werden sie unterdrückt bis sie unberechenbar wieder auftauschen.
    Auch schmilzt in Grönland stätig das Eisschild was den Wasserspiegel ansteigen lässt..
    Als Maßnahme dem entgegenzuwirken wäre es ratsam den Anstieg auf 2°C zu begrenzen und nicht zu aktivieren, auch wenn die Entwicklungs- und Schwellenländer nicht in der Lage sind dieses zu bewerkstelligen.

  8. Natürliche Tipping-Points
    Durch Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur:

    – Nördliche Wälder werden von CO2 Senke zu CO2 Quelle
    – Austrocknung Amazonas -> von CO2 Senke zu CO2 Quelle
    – Monsun wird zunächst unterdrückt um dann zurückzukehren -> Anpassung für Landwirtschaft unmöglich
    – Schmelzen der Polkappen

    Aus anderen Quellen:
    – Sterben des Amazonas-Regenwaldes
    – Borealer Nadelwald stirbt durch Erwärmung, Waldbrände, Käferplagen
    – Permafrostböden tauen auf und geben CO2 frei

  9. Welche Folgen können natürliche tipping points haben?

    „Der Begriff tipping point (deutsch: Umkipp-Punkt) bezeichnet jenen Punkt oder Moment, an dem eine vorher lineare Entwicklung durch bestimmte Rückkopplungen abrupt abbricht, die Richtung wechselt oder stark beschleunigt wird („qualitativer Umschlagspunkt“).“ (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Tipping-Point)

    Aus einem Anstieg der globalen Mitteltemperatur bis Ende des Jahrhunderts um 4,3 bis 5 °C ergibt sich unter anderem das Problem der Aktivierung der so genannten Kippschalter (natürliche tipping points) im Erdsystem. Aus der Aktivierung dieser Kippschalter würde eine fundamentale Veränderung der Betriebsweise des Erdsystems resultieren, die nicht reversibel ist.

    Als Beispiele für diese Kippschalter nennt Prof. Dr. Ottmar Edenhofer folgende Beispiele:

    1) Wandlung der nördlichen Wälder von CO2-Senken zu CO2-Quellen.
    2) Austrocknung des Amazonas–> Umwandlung einer Netto CO2 Senke in eine Netto CO2-Quelle.
    3) Gefährdung der asiatischen Landwirtschaft durch Ausbleiben des Monsuns für zwei Dekaden.
    4) Instabilität der verschiedenen Eisschilde

    Ein eventueller Temperaturanstieg könnte z.B. diese Kippschalter irreversibel aktivieren:
    Die Aktivierung der Kippschalter ließe sich durch eine Begrenzung des Anstiegs der globalen Mitteltemperatur verhindern.

    Viele Grüße

    Johannes2

  10. Welche Folgen können natürliche Tipping Points haben?

    Wie in dem Vortrag von Prof. Dr. Ottmar Edenhofer erläutert, stellen Tipping Points Ereignisse oder viel mehr Momente in einer geradlinigen Entwicklung dar,
    welche schließlich – nicht unbedingt sofort aber unumkehrlich – zu einem bestimmten Ergebnis führen werden. Im vortrag wird hierzu das Beispiel eines Zuges
    herangezogen, welcher sich nur in eine Richtung bewegen kann und auf eine Weiche zufährt. Ist diese Weiche einmal in eine Richtung überfahren, lässt sich die eingeschlagene Richtung nicht mehr ändern, so sehr man das Tempo auch drosselt.

    Als Beispiele für natürliche Tipping Points im Zusammenhang mit dem Klimawandel nennt Prof. Dr. Ottmar Edenhofer in seinem Vortrag u.a. folgende Beispiele:

    – Nimmt die durch den meschlichen CO2-Ausstoß ausgelöste globale Erwärmung weiter zu, würden sich die nördlichen Wälder von einer CO2-Senke in eine CO2-Quelle umwandeln

    – Nimmt die durch den meschlichen CO2-Ausstoß ausgelöste globale Erwärmung weiter zu, würde der Amazonas teilweise austrocknen und sich ebenfalls von einer bedeutenden CO2-Senke in eine CO2-Quelle umwandeln

    Resultat: Auch ohne menschliches Zutun kommt es zu vermehrtem CO2-Emissionen und damit weiterer Erderwärmung.

    Weitere Beispiele sind ein ausbleiben des Monsuns in Asien sowie ein Abschmelzen der Eismassen in Grönland und in der West-Antarktis.
    Ein ausbleiben des Monsuns würde schwere Hungersnöte, vor allem in Indien und China, hervorrufen, ein Abschmelzen der Eismassen würde zu einem steigendem Meeresspiegel und weiteren Klimaveränderungen führen. Es resultieren ungeahnte politische, soziale und gesellschaftliche Konflikte.

    Sind die in den Beispielen genannten Mechanismen einmal in Gang gesetzt bzw. haben sich bis zu einem gewissen Grad ausgeweitet (hervorgerufen z.B. durch den meschlichen CO2-Ausstoß) setzt sich automatisch eine vom Menschen kaum mehr beeinflussbare Entwicklung in Gang, welche unumkehrlich zu weiteren schädlichen Klimaveränderungen führt. Damit stellen die o.g. Ereignisse bzw. der Punkt an dem deren Eintreten nicht mehr vermeidbar ist, Tipping Points dar.

  11. Welche Folgen können natürlich Tipping Points haben?
    Vortrag: „Was ist bedroht- das Klima oder die Freiheit“ von Prof. Dr. Ottmar Edenhofer.
    Die Tipping Points sind Ereignisse, die irreversible Veränderungen an der globalen Umwelt verursachen. Die Tipping Points können in einen bestimmten Zeitraum nicht mehr zurückdrehen. Sie sind Kippschalter in Erdsystem, die die gesamte Betriebsweise des Erdsystems fundamental verändern.
    Professor Edenhofer nennt die folgende Tipping Points:
    1-Mögliche Verwandeln der nördlicher Wälder von eine Netto CO2 Senke zu einer CO2 Quelle.
    2- Die Austrocknung des Amazonas.
    3- Veränderung der Monsundynamik in China und Indien.
    4-Inestabilität des Westantarktis Eisschildes und Grönland Eisschildes.

  12. Welche Folgen können natürliche Tipping Points haben?

    „Der Begriff tipping point (deutsch: Umkipp-Punkt) bezeichnet jenen Punkt oder Moment, an dem eine vorher lineare Entwicklung durch bestimmte Rückkopplungen abrupt abbricht, die Richtung wechselt oder stark beschleunigt wird („qualitativer Umschlagspunkt“).“(Wikipedia 12/5/10)

    Der mögliche Anstieg der globalen Mitteltemperatur von 4,3-5°C bis zum Ende des Jahrhunderts (a2 Szenario) führt zu einer fundamentalen Veränderung, d.h. die
    „Kippschalter“ werden irreversibel umgelegt:

    – mögliches Verwandeln der nördliche Wälder von einer Nettosenke für CO2 zu einer Nettoquelle
    – globale Mitteltemperatur von +5°C führt dazu, dass der Amazonas austrocknet und von einer Nettosenke für CO2 zu einer Nettoquelle wird
    – Veränderung der Monsumdynamik in China und Indien innerhalb von 2 Dekaden ohne eine Anpassungsfähigkeit der Landwirtschaft
    – Instabilität der Eisschilde u.a. Grönlandeisschild
    – Veränderung der Permafrostböden führt zu einer Freisetzung von Treibhausgasen u.a.

  13. Unsere kleine Arbeitsgruppe aus vier Mitgliedern kam auf das Ergebnis, dass der Ausdruck Tipping-Points sich um die globalen Durchschnittstemperaturen. Dabei steht die CO2-Problematik besonders im Fokus: durch das austrocknen des Amazonas steigt der CO2-Anteil. Weiter wird der Monsum als Folge kritisch betrachtet. Durch seine Unberechenbarkeit stellt er ein große Herausforderung für die asiatische Landwirtschaft. Als letzten Punkt arbeiteten wir den Anstieg des Meeresspiegel bedingt durch das Schmelzen der antaktischen und grönländische Eis.

    ArDeLaNi

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