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2010 | Deutschland, Deutsch

Nachhaltigkeitssterne*

1. Einstellung zum Wirtschaftswachstum
Der Klimawandel ist ein globales Problem und erfordert eine internationale Lösung. Bis 2050 sollte die absolute Emissionsreduktion in reichen Staaten 60-80% betragen. Ärmere Länder brauchen Unterstützung, um nicht alleine auf den Emissions-Reduktions-Kosten sitzen zu bleiben (Stichwort: Clean Development Mechanism). Maßnahmen gegen den Klimawandel schaffen neue Märkte. Wirtschaftliches Wachstum ist trotz bzw. gerade durch eine Anpassung an den Klimawandel langfristig möglich.

2. Kurzfristiges vs. langfristiges Denken
Wenn wir jetzt die Treibhausgase reduzieren, um die schlimmsten Klimaveränderungen zu vermeiden, hätten wir sehr viel geringere Kosten im Vergleich zu einem Nicht-Handeln mit hohen Folgekosten. Im zweiten Fall könnten kriegsähnliche soziale und wirtschaftliche Verhältnisse die Folge sein – eventuell unumkehrbar. Die ärmsten Länder, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen werden am meisten leiden. Der Klimawandel ist nicht mehr aufzuhalten, deshalb müssen wir sofort mit Anpassungen reagieren – v.a. in Entwicklungsländern muss das schnellst möglich vonstattengehen. Bei einem Nichtstun könnte sich die Treibhausgaskonzentration schon im Jahr 2035 gegen über dem vorindustriellen Niveau verdoppelt haben. Das würde einem globalen Anstieg der Durchschnittstemperatur von 2°C entsprechen. Ein Klimaschutzziel muss folglich die
Stabilisierung der Treibhausgaskonzentration sein.

3. Aus Zukunftsmodellen zur Klimaentwicklung Schlüsse ziehen
Es ist wichtig, eine gemeinsame internationale Vision langfristiger Ziele zu schaffen, die jedem Land auf seinem Weg hilft, die gemeinsamen Ziele tatsächlich zu erreichen. Elemente der Vision sollten u.a. sein:
a) Verknüpfung der großen Zahl von Emissionshandelsansätzen
b) Technische Kooperation in internationalem Raum
c) Handeln, um Abholzen zu reduzieren
d) Anpassung an den Klimawandel und dahingehende Unterstützung von Dritte-Welt Ländern.
Zur Reduktion von Emissionen brauchen wir den massiven Ausbau erneuerbarer Energien, eine Steigerung der Energieeffizienz in der Industrie und im Konsum und eventuell ein umfangreiches Carbon Capture and Storage (CCS) für Kohlekraftwerke
Drei Richtlinien sind erforderlich:
a) Die Preise für Kohlenstoff, implementiert durch Steuern, Handel oder Regulierung
b) Unterstützung von Innovation und den Einsatz kohlenstoffarmer Technologien
c) Handeln zur Beseitigung von Schranken für Energieeffizienz / Informationen
bereitstellen, was jeder Einzelne im Zuge der Anpassung tun kann.

About Redaktion | CCCLab

Das Redaktionsteam des CCCLab bilden Fellows und MitarbeiterInnen des Kolleg für Management und Gestaltung Nachhaltiger Entwicklung (KMGNE).

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