„Lila steht für…“: Bedeutung von Farben | Tag 2

Die Frage mit welcher Bedeutung Farben aufgeladen sind und welche unterschiedlichen Reaktionen bestimmte Farbkombinationen auf den Betrachter auslösen können, stellte sich uns am zweiten Tag der Sommeruni.

Aber dazu gleich mehr, denn wir starteten den heutigen Tag mit einem Vortrag von Professor Dr. Ulrich Wünsch von der Hochschule der populären Künste (HdpK) in Berlin über Nachhaltige Kommunikation, Medien als Übersetzer der Kommunikation und Ästhetik, die Sinn wahrnehmbar machen lässt. Es war die Rede von „guten Geschichten“, die glaubhaft und komplex, flexibel und biegsam aber mit Lücken und Löchern ausgestattet sein müssen, damit der Rezipient selber in Aktion treten kann, um diese Stellen zu füllen. Ein ganz wichtiges Element in der Nachhaltigkeitskommunikation ist die „Berührung. Wie können wir Menschen berühren? Wie können wir mit Nachhaltiger Entwicklung berühren?“ Dazu bot Ulrich Wünsch einen Lösungsansatz in Tabellenformat, der das Ziel der Zufriedenheit des Sprechers und seinen Reputationsgewinn verfolgt. Laut Wünsch solle sich der Sprecher nach gelungener Kommunikation zufrieden fühlen, wie „ein dickes, sattes Baby“.

Prof. Dr. Ulrich Wünsch | HdpK

Prof. Dr. Ulrich Wünsch | HdpK

Der zweite Beitrag am heutigen Dienstag bot uns die Möglichkeit einen komplett anderen Zugang zu dem Thema Nachhaltigkeit zu bekommen. Mit Birgit Wette zeigte uns eine Künstlerin und Graphikdesignerin wie Kunst und in ihrem Fall konkret die Malerei als Medium zur Kommunikation von Nachhaltigkeit genutzt werden kann. Nach einer kurzen Vorstellung ihrer Person und einigen einleitenden Worten über Farbklänge und Resonanz, warf sie das Thema „Klimawandel und Gerechtigkeit“ in die Runde und schaffte es so eine angeregte Diskussion zwischen den TeilnehmerInnen auszulösen.

Aufgabe "Klimawandel& Gerechtigkeit" mit Birgit Wette (links im Bild)

Aufgabe „Klimawandel& Gerechtigkeit“ mit Birgit Wette (links im Bild)

Aufgabe: "Gerechte Verteilung von Farben"

Die Gerechtigkeits- Debatte griff Birgit Wette dann im nächsten Arbeitsauftrag wieder auf: Gerechte Verteilung von Farben. Mit Pinseln und Farben bewaffnet, in Malkittel gehüllt, machten wir uns daran, eine ca. 2×3 Meter große Leinwand möglichst gerecht mit Farbe zu füllen. Interessant war dabei die Kommunikation zwischen den TeilnehmerInnen und inwiefern wir bereit waren zu kooperieren, einen Schritt beiseite zutreten, um einer anderen Farbe, und somit einer/m anderen TeilnehmerIn Platz zu machen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Denn selbst wenn wir zunächst einfach drauf los pinselten, kümmerten sich einige schnell darum, dass „benachteiligte“ Farben auch mal zum Zuge kamen. Die letzten paar Minuten vor dem Mittagessen nutzten wir noch für ein gemeinsames Brainstorming über die Bedeutung verschiedener Farben à la „Rot steht für…“ „Liebe“, „Wut“, „heiß“, „Blut“, „SPD“, usw. Ob Lila nun aber wirklich für Depressionen steht oder nicht vielleicht doch eher als beruhigende Farbe gesehen werden kann, blieb offen.

Falko Müller, Johannes D. Hengstenberg | co2online

Falko Müller, Johannes D. Hengstenberg | co2online

Nach der Mittagspause sorgten Dr. Johannes D. Hengstenberg und Falko Müller von co2online für weiteren Input über das Thema Energiesparen. Sie erläuterten die Arbeitsweise der gemeinnützigen GmbH, die Energieberatung online ermöglicht. Das Ziel der Beratungsgesellschaft ist es den Bürger zu motivieren sich online mithilfe von Energiesparrechnern ein Bild über seinen eigenen Energieverbrauch zu machen und dadurch einen Beitrag dazu zu leisten, dass sich der Heizenergie- und Stromverbrauch privater Haushalte weiterhin reduziert. In der anschließenden Diskussion kam eine Teilnehmerin auf die Idee doch mal, passend zum bald schon startenden Verkauf von Weihnachtsartikeln, eine Kampagne gegen den Kauf von energieschluckenden Lichterketten zu starten.

Gruppe bei Szenarienarbeit

Gruppe bei Szenarienarbeit

Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit Szenarienarbeit in Vierer- oder Fünfer-Gruppen. Dabei wird jede Gruppe eine Fragestellung festlegen, die nach dem Motto „Was wäre wenn,…“ ein Szenario umschreibt. Anschließend werden die problemspezifischen Einflussfaktoren analysiert und in Givens (konstante Einflussfaktoren) und Driver (variable ~)  klassifiziert. Danach soll eine Landkarte der Bedingungen alle möglichen alternativen Entwicklungen des Szenarios darstellen. Am Ende der ersten Woche sollen so aus der Szenarienarbeit Narrationen entstanden sein.

2 Antworten auf „„Lila steht für…“: Bedeutung von Farben | Tag 2

  1. Hohehaho. Mit breitem Grinsen im Gesicht sehe ich, dass die Sommeruni erneut in vollem Gange ist und jemand die Tage für die Daheimgebliebenen dokumentiert. Vielen lieben Dank, gibt einem etwas das Gefühl dabei zu sein, kann Karnitz aber schwer ersetzten. Freu mich über weitere Einträge. Grü Grü Grü vom letztjährigen Blogger. 🙂 Viele ausgelassene, sonnenreiche und kamerataugliche Tage.

  2. Hey, ich hoffe, du kannst durch die Beiträge wenigstens ein bißchen teilhaben. Freut mich natürlich, dass Nostalgie hochsteigt& verstehen kann ich dich da auch jetzt schon. Liebe Grüße aus dem wunderbar sonnigen Karnitz! Katharina

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