Medienpsychologie und weitere Herausforderungen… | Zusammenfassung Tage 3, 4 und 5

Nun hat es fast drei Tage gedauert, um ein weiteres Update von den Aktivitäten in und um Karnitz beizusteuern. Das lag keinesfalls daran, dass wir nichts zu tun hatten, sondern, ganz im Gegenteil, rund um die Uhr beschäftigt waren.

Szenarienarbeit

Szenarienarbeit

Hier also ein kurzes Resumé der letzten paar Tage:
Der Mittwochvormittag stand ganz im Zeichen der Szenarienarbeit. In den bereits am Dienstag eingeteilten vier Kleingruppen machten wir uns an die Arbeit die jeweiligen Fragestellungen zu bearbeiten und uns über Narrationen Gedanken zu machen. Dabei nutzte jede Gruppe unterschiedliche Methoden und Ressourcen. Die einen hatten sich bereits am Dienstagnachmittag Falko Müller von co2online zur Brust genommen, der interessanten Input liefern konnte. Andere sammelten sich zum gemeinsamen Brainstorming am Kummerower See oder anderen schönen Eckchen in der Nähe des Salemer Kolpinghauses. Wiederum andere arbeiteten bis spät in die Nacht hinein und ließen ihrer Phantasie, angespornt durch einen guten Rotwein, freien Lauf.

Am Mittwochnachmittag hörten wir einen Vortrag von Dr. Siegfried Behrendt vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) über Green IT. Noch vor einigen Jahren galt der Weg in die IT- Gesellschaft als Weg in eine umweltfreundlichere Gesellschaft. IT- Nutzung wurde mit Umweltentlastung gleichgesetzt, da z. B. durch elektronische Fahrkarten, E-mails als Einladungen, Online- Bankkonten, usw. der Druck von vielen Seiten Papier überflüssig wurde. Aber heute ist klar, dass dieser Weg nicht automatisch zur Umweltentlastung führt, schließlich müssen auch vor- und nachgelagerte Prozesse einbezogen werden, nicht nur der konkrete „klick“ auf eine Homepage. Eine informative Broschüre über „Internet, Computer& Co“ und wie man bei der Nutzung Geld sparen und gleichzeitig klimafreundlich handeln kann, ist vom Umweltbundesamtes erschienen.

Angekündigt mit den Worten „unser Dauerbrenner“ gab sich Professor Dr. Clemens Schwender von der Hochschule der populären Künste am Donnerstagmorgen die Ehre den TeilnehmerInnen eine „Einführung in die mediale Wahrnehmung – Kommunikation und mediale Vermittlung nachhaltiger Entwicklung“ zu halten.

Prof. Dr. Clemens Schwender | HdpK

Mit der Definition der Medien als KommunikationsANGEBOTE, oder „food for thoughts“, stellte er klar, dass die eigentliche Wirkung der Medien bescheiden sein mag, dass sie aber ein wichtiger Aspekt sind um die öffentliche Debatte anzustoßen und anzuregen.

Clemens Schwender forderte uns zu einem Experiment auf, bei dem er uns zeigte, wie man mit Musik Stimmungen erzeugt. So konnten wir allein schon aufgrund der Musik genau beschreiben, ob eine Hauptfigur eines Films mehr oder weniger gesellig, mehr oder weniger fröhlich, mehr oder weniger ruhig und mehr oder weniger aktiv ist. Im letzten Teil seiner spannenden Vorlesung griff Clemens Schwender noch das Thema „Visuelle Wahrnehmung“ in Filmen und Webespots auf.

Nach dem Mittagessen fuhren wir von Salem zurück zum Projekthof Karnitz, wo sich die etwas langsamere Internetverbindung der Herausforderung einer Skype- Vorlesung mit Professor Dr. Manfred Fischedick vom Wuppertalinstitut für Klima, Umwelt und Energie stellen musste.

Skypekonferenz mit Prof. Dr. Manfred Fischedick | Wuppertalinstitut für Klima, Umwelt und Energie

Unter dem Thema „Die Energiewende in Deutschland – resultierende Herausforderungen eines dynamischen Prozesses“ erklärte er uns die Hintergründe und nationalen Strategien der Energiewende sowie die Transformation des Energiesystems als mehrstufige Gestaltungsaufgabe.

Abends kam die multinationale Gruppe ClimCom an und begann, nach einer kurzen Vorstellungsrunde aller, direkt mit der Erstellung einer plastischen Arbeit.

Heute, also Freitagmorgen hörten wir erneut einen Vortrag über Skype. Dieses Mal gab sich Thomas Brose vom Klimabündnis die Ehre uns über „Climate Alliance – eine Initiative des Nord- Süd- Dialogs, Coaching von lokalem Klimaschutz“ aufzuklären.

Im Anschluss präsentierte Dr. Jutta Franzen einige Definitionen zum Thema „Web 2.0“. Als anschauliches Beispiel hörten wir einen kurzen Vortrag von Professor Dr. Christian Spannagel, in dem er sich mit den sieben Todsünden und deren Zusammenhang mit seiner persönlichen Erfahrung im Web 2.0 auseinandersetzt.

Zum Mittagessen wurden wir wieder nach Salem geshuttelt, bzw. einige Unerschrockene, die den Regenwolken keine Güsse zutrauten, setzten sich aufs Rad. Den Nachmittag verbrachten wir dann dort um die Narrationen der Szenarienarbeit fertig zu stellen. Anders als erwartet zogen die dicken Regenwolken allerdings vorbei und ermöglichten uns ein super leckeres Abendessen (Thai Gemüse mit Reis) inmitten der untergehenden Abendsonne. An dieser Stelle also ein großes Lob an die Küche, an Rodrigo und Irene, die uns jeden Morgen und Abend mit internationalen Köstlichkeiten versorgen!

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