Woche Zwei: Werkstatt Web 2.0 & Podcasts | Rückblende Sommeruni 2011

Der Geruch einer extrem rosafarbenen Flüssigseife auf der Mädchentoilette des Fritz-Greve-Gymnasiums in Malchin ließ sämtliche Geschichten und Bilder aus meiner eigenen Schulzeit wieder hochkommen. Es ist nun schon mehr als fünf Jahre her – und das ist wohl eine vergleichsweise kurze Zeit, da viele andere TeilnehmerInnen mit Sicherheit noch mehr Zeit von diesen Erfahrungen trennt – , dass ich das letzte Mal diesen typischen, trocken-staubigen „Schul“-Geruch in der Nase hatte. Ein komisches Gefühl. Und das nicht nur, weil ich nach so langer Zeit wieder einmal in einer Schule bin, sondern viel mehr, weil diese Schule gänzlich verlassen ist. Keine Fünftklässler, die auf den Gängen rumtoben, keine Lehrer, die sich mit den aufbegehrenden Mittelstufenschülern rumärgern und ebenso wenig Oberstufenschüler, die auf dem Schulhof lässig an ihren Zigaretten ziehen. Nur selten kreuzten ein paar Bauarbeiter, die während der Sommerferien Renovierungsarbeiten leisteten, oder die Putzfrauen unsere Wege. In eben diesem großen, leeren Gebäude fand nun also in der vergangenen Woche die Werkstatt Web 2.0 & Podcasts im Rahmen der Internationalen Sommeruniversität statt.

Wir, das sind: Corinna, Jana, Johannes, Jutta, Matthias, Miriam, Tom und ich, Katharina. Aufgeteilt in zwei Sparten – Web 2.0 und Podcasts – richteten wir uns in diesen Räumlichkeiten des Lernens und Wissens für fünf Tage ein.

Die Bibliothek, an deren Eingangstür ein Schild mit den Worten „Bibliotheken sind eine gefährliche Brutstätte des Geistes“ warnte, bauten wir zu unserem Tonstudio um. Die Vorhänge zugezogen, damit der Ton besser klingt und das Equipment im ganzen Raum verteilt, wurden hier die Podcasts eingesprochen, die seit kurzem sowohl auf dem Blog der Internationalen Sommeruniversität als auch auf soundcloud.com zu finden sind.

Die “WebZweiNuller” zogen sich in den Medienraum im ersten Stock des Hauptgebäudes zurück. Dort arbeitete man, im Stile einer Agentur, an der Erstellung eines Konzeptes für die neue Homepage unserer Mitstreiter von ClimCom. Hier wurden gleich drei Vorschläge generiert, von denen ClimCom nur noch den besten auswählen musste. Gleichermaßen beschäftigte sich die Web 2.0-Abteilung eingehend mit dem Blog der Sommeruniversität und dabei vor allem mit der Frage, wie man diesen attraktiver gestalten kann. Ausgezeichnete Hilfe bekam man hier auch von den Teilnehmern der HdpK, die uns mit qualitativ hochwertigen Ideen weiterhalfen.

Durch eine gute Mischung aus theoretischem Grundwissen und praktischer Anwendung ermöglichten Jutta Franzen uns einen Einblick in die Möglichkeiten und Tiefen des Webs und seiner Werkzeuge. Genauso wissen wir nun, dank Matthias Pätsch, alle, wie verzerrt sich die eigene Stimme anhört, wenn sie aufgenommen wird und wie es ist, wenn man mithilfe der Stimme in andere Rollen schlüpft. Wer weiß, vielleicht kann die eine oder der andere mit diesen neugewonnenen Fähigkeiten ja noch mehr anfangen, als bisher erwartet. Auf jeden Fall, und um es mit den Worten des MENZ-Ministers (s. Podcast “Corsa Ferdinand”, Minute 5.10) zu sagen, ist “das, meine Damen und Herren, […] ein Ergebnis auf das wir zurecht stolz sein dürfen”.

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