Wie vernetzen wir uns wirklich? Nachhaltig!

Welches Wissen ist notwendig, um dem Klimawandel entgegenzuwirken und die Umwelt tatsächlich zu schonen? Dass Wissen in diesem Themenfeld wird nicht breitflächig und zusammenhängend verbreitet. Auch löst es keine aktive Vernetzung im Web 2.0 aus – ein Medium, das professioneller genutzt werden könnte und sollte, um eine nachhaltige Lebensweise populär zu machen.

Der Club of Rome gibt bislang keine Entwarnung. Im Gegenteil: Laut seinem neuesten Bericht “2052 – A global forescast for the next fourty years” ist der Klimawandel nicht mehr aufzuhalten, wenn wir nicht jetzt sofort dagegensteuern. Eine weitere Erkenntnis ist, dass die Verteilungskämpfe um Ressourcen auf der Welt zunehmen werden und sich die Klimakatastrophe verheerend auf vor allem die armen Länder der Welt auswirken wird.

Wir sollten es eigentlich inzwischen wissen: Ein handelsübliches T-Shirt legt eine weite Strecke zurück, verbraucht und verschmutzt Unmengen an Wasser und wurde wahrscheinlich unter untragbaren sozialen Bedingungen hergestellt.Trotzdem kaufen viele Menschen noch bei den verschiedenen Discountern, in Europa durchschnittlich 20 kg Textilien im Jahr, die später wieder aussortiert und gespendet. Letzteres ist eine vermeintlich gute und nachhaltige Tat. Dieser Dokumentarfilm zeigt allerdings, dass das nicht so ist .

Woher aber sollen wir das wissen? Was fehlt uns auf dem Wege zur Low-Footprint-Society? Wo wir doch schon verschiedenste Alternativen kennen: von der selbstgemachten Tasche über den Kleiderkreisel bis hin zu Tipps, unnötiges Waschen zu vermieden.

Ein Blick, der nicht gemieden werden sollte, ist in diesem Zusammenhang der Blick auf Hilfsorganisationen. die hier in Deutschland durch Altkleidersammlungen eher ein wirtschaftliches Unternehmen aufziehen bzw. unterhalten, als tatsächlich die Grundsätze der Cooperate Social Responsability umsetzen.

Foto: Hannes Bever

Wie aber gehen, wir, die Probleme an und besonders auf welcher Ebene? Global, lokal, regional, glokal 2.0? Eine kritische Masse ist mit den Ideen der Nachhaltigkeit noch nicht erreicht worden. Nach Aussagen der Sinus-Millieu-Studie 2010 gibt es zwar das Sozial-Ökologische Milieu, die sich politisch korrekt verhalten möchten. Aber ein Elektro-Auto zu fahren reicht nicht aus, um wirklich nachhaltig zu leben. Suffizienz ist immer noch auf ein “gutes Leben” beschränkt und eher einer “kleinen Avantgarde” vorbehalten.
Eine Chance liegt insbesondere im Journalismus 2.0. Die Vernetzung allerdings muss übersichtlich gestaltet werden! Denn eine unstrukturierte Informationsflut verhindert, dass die Ideen der Nachhaltigkeit an eine kritische Masse herantragen werden kann.  Bislang gibt es kein Milieu, dass einen nachhaltigen Lebensstil lebt. Aber es sind Anschlussmöglichkeiten vorhanden, um ein Umdenken anzuregen.

Welche Möglichkeiten kennst du, dich zwischen den Ebenen zu orientieren? Welche Ideen im Hinblick auf eine nachhaltige Gesellschaft kennst du? Und wo funktioniert es noch nicht?

Autor/innen: Hannes Bever, Christine Hellerström, Anja Schelchen

2 thoughts on “Wie vernetzen wir uns wirklich? Nachhaltig!

  1. Mein erster Gedanke beim Lesen der verschiedenen Ebenen war: Was bitte schön ist glokal 2.0. Der erste Weg zum Fremdwörterbuch (Es lebe der germanistische Bibliothek) war kein Erfolg und so blieb mir mal wieder nur der Blick ins gut bewährte Wikipedia. GLOKAL = Kofferwort oder anders gesagt, wir packen unseren Koffer mit Global und lokal und dann schütteln wir unseren Koffer einmal und schauen was dabei rum kommt. Die Mischung machst?!
    Die Schaffung neuer Begriffe sollte Ziel und Zweck einer modernen Gesellschaft bzw. einer modernen Sprache sein. Aber diese Begriffe sollten auch kritisch von denjenigen hinterfragt werden, die sie schaffen. Eine eigene Sprache grenzt andere aus bzw. verhindert den Zutritt zu der Gruppe.

    Journalismus 2.0. heißt aus meiner Sicht aber auch Konzentration 2.0. Denn in Zeiten, wo ein Satz zum Teil nicht mehr als 140 Zeichen haben darf (um es einmal zu übertreiben), muss hier auf klare Struktur und klare Begrifflichkeit gesetzt werden.
    Heißt das vielleicht, dass ich viele kurze Mails schreiben oder Blogs verfassen kann / muss! Nein auch leider das aus meiner Sicht nicht! Die Meisten überfordert oder interessiert es nicht, wenn es um politische oder gar globale Themen geht. Das weiß ich leider aus eigener Erfahrung aus ehrenamtlichen Tätigkeiten an der UNI Rostock.

    Mehr als eine Mail an Studierende pro Monat wird als Spaming interpretiert und die Mails werden gelöscht, sodass am Ende niemand erreicht wurde. Ziel verfehlt!? Die Frage lautet für mich ist Weniger wirklich manchmal Mehr?

    Oder müssen die Texte, die man schreibt nur aktionreicher werden? Kommunikation im Stile einer BILD-Zeitung (vielleicht: TOD DEN DIESELMOTOREN)? Oder muss man sich als Organisation entscheiden das Spiel mitzuspielen, um viele über Kurznachrichten in Form eines gezwischerten Textes die Hörer zu erreichen? Verliert man, dann nicht vielleicht seine eigene Ziele außer Acht?

    Ich glaube der Sprung zwischen den Ebenen also zwischen der lokalen Ebene im Vereinsraum der ortsansässige Gruppe und dem WEB 2.0. ist eine Gratwanderung.

  2. Ein Sprung über die Ebenen

    Mein erster Gedanke beim Lesen der verschiedenen Ebenen war: Was bitte schön ist glokal 2.0. Der erste Weg zum Fremdwörterbuch (Es lebe die germanistische Bibliothek) war kein Erfolg und so blieb mir mal wieder nur der Blick ins gut bewährte Wikipedia. GLOKAL = Kofferwort oder anders gesagt, wir packen unseren Koffer mit Global und lokal und dann schütteln wir unseren Koffer einmal und schauen was dabei rum kommt. Die Mischung machst?!
    Die Schaffung neuer Begriffe sollte Ziel und Zweck einer modernen Gesellschaft bzw. einer modernen Sprache sein. Aber diese Begriffe sollten auch kritisch von denjenigen hinterfragt werden, die sie schaffen. Eine eigene Sprache grenzt andere aus bzw. verhindert den Zutritt zu der Gruppe.

    Journalismus 2.0. heißt aus meiner Sicht aber auch Konzentration 2.0. Denn in Zeiten, wo ein Satz zum Teil nicht mehr als 140 Zeichen haben darf (um es einmal zu übertreiben), muss hier auf klare Struktur und klare Begrifflichkeit gesetzt werden.
    Heißt das vielleicht, dass ich viele kurze Mails schreiben oder Blogs verfassen kann / muss! Nein auch leider das aus meiner Sicht nicht! Die Meisten überfordert oder interessiert es nicht, wenn es um politische oder gar globale Themen geht. Das weiß ich leider aus eigener Erfahrung aus ehrenamtlichen Tätigkeiten an der UNI Rostock.

    Mehr als eine Mail an Studierende pro Monat wird als Spaming interpretiert und die Mails werden gelöscht, sodass am Ende niemand erreicht wurde. Ziel verfehlt!? Die Frage lautet für mich ist Weniger wirklich manchmal Mehr?

    Oder müssen die Texte, die man schreibt nur aktionreicher werden? Kommunikation im Stile einer BILD-Zeitung (vielleicht: TOD DEN DIESELMOTOREN)? Oder muss man sich als Organisation entscheiden das Spiel mitzuspielen, um viele über Kurznachrichten in Form eines gezwischerten Textes die Hörer zu erreichen? Verliert man, dann nicht vielleicht seine eigenen Ziele außer Acht?

    Ich glaube der Sprung zwischen den Ebenen also zwischen der lokalen Ebene im Vereinsraum der ortsansässige Gruppe und dem WEB 2.0. ist eine Gratwanderung.

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