Erreichen positve Visionen mehr als „Untergangs-Szenarios“ um die Menschen zu nachhaltigem Handeln zu bewegen?

Inwieweit kann man durch Angst- und Risikokommunikation eine positive Transformation der Lebens- und Umwelt anstoßen. Würden nicht viel mehr positive Visionen bzw.  Zukunftsbilder motivieren?  Sind die Menschen überhaupt daran interessiert mitzuwirken?

Beim Betrachten der unterschiedlichen Videos, die sich mit Nachhaltigkeit beschäftigen, gibt es prinzipiell zwei unterschiedliche Kategorien: einmal die Filme und Berichte, die die schrecklichen Auswirkungen zeigen, das heißt, die quasi „Untergangs-Szenarios“ darstellen. Als Gegensatz dazu findet man die positiven Filme, die sich mit geglückten Projekten beschäftigen, die engagierte Menschen zeigen und die damit auch eine sehr positives Gefühl vermitteln.

Unser Eindruck ist, dass die negativen Videos eher Angst machen und die Betrachter beunruhigen. Ich würde sogar soweit gehen, dass sie bei den Betrachter ein ohnmächtiges Gefühle auslösen, dass diese eher noch in Schockstarre verfallen, weil sie vor solch einem immensen Berg an Problemen gestellt werden, dass die wenigsten wissen, wo sie überhaupt anfangen sollen.

Der positive Film aus Ecuador, den ich entdeckt habe: Geld für kein Öl, (3sat Mediathek, nano Bericht vom Donnerstag, 21. Juni 2012) zeigt dagegen einen neuen Aspekt im Ökotourismus auf; engagierte Bürger, die versuchen Ihren Regenwald zu retten und was sie bisher erreichten. Dies empfand ich in der Fülle der negativen Schlagzeilen als ein schönes Zeichen. Es hat Mut gemacht, anstatt den Betrachter weiter „runter zu ziehen“.

Unsere These: Prinzipiell ist dennoch eine direkte Aufklärung wichtig. Interessierte Menschen verfolgen die Nachrichten und Geschehnisse und wollen eher mit einbezogen werden, wie die Umfrage aufzeigt. Hier punkten Greenpeace mit ihren 43.690 Followern im Gegensatz zum BUND.

Das allerwichtigste in der heutigen Gesellschaft aber erscheint mir die direkte Einbindung der User in das Geschehen – natürlich nicht vor Ort, aber eben auf der „postenden Ebene“. Anscheinend haben die Menschen mehr das Bedürfnis überall ihren „Senf dazu geben zu müssen“, als früher. Da wurden sie nur berieselt und wenn sie sich engagieren wollten, mussten sie auf die Straße gehen und mit demonstrieren..oder wenigsten sich an den Stammtisch setzen. Heute dagegen sind viele Kommunikationsebenen miteinander verwoben, die durch positive Anregungen voll ausgeschöpft werden können.

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