AG Medien: „Nachhaltigkeit – Kommunikation – Medien“

Im Rahmen des 10. und letzten Runden Tischs der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) am 25.und 26.November 2013 in Frankfurt/M, fanden sechs Workshops zu den aktiven AGs statt. Dieser Rahmen wurde genutzt, um noch einmal auf Bedingungen des Gelingens und Probleme aufmerksam zu machen. Dabei gab es z.B. eine Neugründung der AG Kulturelle Bildung und Kulturpolitik. Mit dem Blick auf die Folgeausrichtung nach 2014 stellte auch die AG Medien drei Projekte als Diskussionsgrundlage für einen breiteren Focus auf Kulturtechnik und Nutzung vor.

Mit dem Aufruf der Dekade, vom Projekt zur Struktur.

Der Workshop war gut besucht (ca. 20 Teilnehmende). Darunter befanden sich eine breite Auswahl an BNE Akteuren, unter anderem ministeriale VertreterInnen, Schüler-VertreterInnen, Leute aus Umweltverbänden und VertreterInnen von studentischen Netzwerken, um nur einige zu nennen.

Unsere Erwartung war groß Ziel war es die Arbeit der AG vorzustellen ‑ jedoch auch zu schauen; welche Resonanz dies bei den Teilnehmenden auslösen würde. Mit als erstes wurde die Paradoxie (Energiebilanz) der Nachhaltigkeits-Kommunikation über Neue Medien transparent gemacht und aufgezeigt, dass die Kommunikation über Neue Medien nicht als Allheilmittel für Nachhaltigkeits-Kommunikation angesehen werden kann oder gar angestrebt werden sollte.

Allerdings wurde bald deutlich, dass das Nutzen von Social Media für die BNE eine bisher eher vernachlässigte Kulturtechnik ist. Social Media werden nicht als eigenständige und zeitgemäße Kommunikationskultur angesehen, sondern eher als Maßnahmen guter Öffentlichkeitsarbeit. Das gilt auch für die mittlerweile gesellschaftlich weit verbreiteten visuellen Formate, die als Videoclips z.B. auf der Plattform YouTube veröffentlicht und geteilt werden. Dabei wurde kritisch angemerkt, dass die Struktur der AGs selbst eher separierende Tendenzen fördern, als einem integrativen und kollaborativen kulturellen Ansatz zu folgen.

Anhand der vorgestellten Projekte wurde schnell deutlich, welche Vielfalt die Kulturtechnik der Nutzung Neuer Medien birgt. Auch wurde diskutiert, welche Potenziale und Risiken einzelne Formate bieten. Thematisiert wurden dabei die Gefahren Kommunikation „top down“ zu organisieren, partizipative Elemente nicht niedrigschwellig (genug) anzubieten, Format und Inhalt nicht in Übereinstimmung zu bringen oder schlicht das falsche Format für die Zielgruppe zu wählen.

Aufgaben die sich die AG für die Weiterarbeit mitgenommen hat waren:

  1. Ein anderes bzw. erweitertes Verständnis von Medien in der Nachhaltigkeitskommunikation: …
  2. Potenziale von Medien-Kommunikation für die BNE:
    1. Öffentlichkeit/öffentliche Diskurse/Partizipation;
    2. Verständigung, Vernetzung und gegenseitige Verstärkung der BNE-Akteure untereinander (auch international);
    3.  Selbstdarstellung, Selbstwirksamkeit, Selbstbestätigung über mediale Ausdrucksformen
  3. Dies erfordert: Qualifizierungsstrategie für die BNE-Akteure
  4. Schaffung einer Kommunikations- und Präsentationsplattform im Netz („kommunikative Artenvielfalt“ (F.Hagedorn) ermöglichen und fördern)

Die Beispiele und Akteure der AG finden sie hier und hier.

Dieser Beitrag ist zuerst auf Mind the Gap erschienen.

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