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Lernkonzept + Abschluss | Learning Concept + Completion

Internationale Sommeruniversität 2017 | International Summer University 2017

2015_fokusland01_750

Lernkonzept | English version below

Die Internationale Sommeruniversität ist als Blended-Learning-Weiterbildung organisiert. Sie läuft über einen Zeitraum von 5 Monaten und umfasst zwei E-Learning-Phasen sowie eine zweiwöchige Präsenzphase. Ihren Lerngegenstand entnimmt sie Reallaboren von Klimaschutz und –anpassung, mit denen sie kooperiert.

Partizipative Strukturen

bestimmen die Kommunikation und die Lernprozesse online wie vor Ort. Es geht um das Teilen von Wissen und Erfahrungen, Reflexionen und das gemeinsame Lösen von praxisorientierten Aufgaben sowie um kreative Produktionen in Wort, Bild und Ton. Im Rahmen eines Core Curriculums ist die konzeptionelle Ausgestaltung und Studienorganisation durch die Teilnehmenden offen. „Partizipation, Interaktivität, Gestaltungskompetenz, Reflexion und positive Handlungsoption“ als die Grundsätze der Kommunikation von Nachhaltigkeit prägen zugleich die Lern- und Austauschprozesse. (Joachim Borner, KMGNE)

Das didaktische Design

verknüpft Gestaltung (aus konstruktivistischer Sicht) und konnektivistisches Lernen und bezieht didaktische Ansätze der Bauhauspädagogik und der ästhetischen Bildung, der Heuristik und community art sowie der ökologischen Kommunikation ein. Lernen verstehen wir als einen vom Individuum selbstbestimmten, aktiven Prozess des sozialen Handelns, der beratend begleitet und teilweise moderiert wird. In unserem Fall hat er das Ziel, die Transformationen im Verständnis nachhaltiger Entwicklung und Klimakultur u.a. deuten und verstehen zu lernen.

„Transformative literacy“ oder Kompetenzen zur Transformation sind die Metaziele, wobei die Fähigkeiten zum Kommunizieren – als kollaborativer Alphabetisierungsprozess und Prozess des Generierens „robusten sozialen Wissens“ – besonders betont werden.

Neben dem Verstehen dynamisch-komplexer Systeme wie Klimawandel und Klimafolgeprozesse und der Suche nach Metaphern, Symbolen, Botschaften sowie einer Ästhetik der „großen Transformation“ bestimmen drei parallele Lernprozesse die Arbeit:

(1) Identifikation und „Modellierung“ von möglichen Zukunftsalternativen mittels der Szenariomethode. Denn erst wenn wir eine robuste Zukunftsvorstellung haben, können wir heute kluge gesellschaftliche Entscheidungen treffen, die kein Krisenmanagement sind.

(2) Die Gestaltung von Narrationen, die Klimakultur, Zukunftsstadt, „gutes Leben“ und andere gesellschaftliche Handlungsbereiche der Zukunft erzählen und über das Erzählen kulturelle Handlungslogiken deutlich machen (design fiction).

(3) Die Entwicklung von transmedialen Erzählstrukturen, die den unterschiedlichen Erzählweisen, Sprachen, medialen Nutzungsformaten der verschiedenen Wissenstypen (Wissensträger) entgegen kommen. (Transdisziplinarität).

Tutoren, Beraterinnen, Experten
begleiten die Lernprozesse durch:

  • praxisorientierten Input zu den Inhalten und der Kommunikation von Nachhaltigkeit, Klimafolgen, Energiewende als ein Lesen-Lernen der Transformation,
  • Facilitation von Austausch und gemeinsamer Arbeit, Irritation eingefahrener Denkstile,
  • Reflexionen zu den Arbeitsresultaten und ihrer Entstehungsprozesse.

Der Ablauf

Die 1. E-Learning-Phase dient der Vermittlung von Ansätzen und Theorien zur Erklärung bestehender Realitäten und Störungen im Mensch-Natur-Verhältnis (Systemwissen), zu Leitbildern für neue Realitäten (Zielwissen) und zur Gestaltung neuer Realitäten (Transformationswissen). Diese Phase zielt darauf, für die passende Kommunikation für Entscheidungen, Handlungen und Gestaltungen in komplexen sozio-ökologischen Prozessen kompetent und evident zu sensibilisieren.

In Einzelreflexion, Gruppenarbeiten und Peer-to-peer-Diskussionen werden Aufgaben bearbeitet. Die Kommunikation verläuft über die Foren der Lernplattform, so dass sie für alle Teilnehmenden transparent und nachvollziehbar ist. Einzelne, kollaborativ erstellte Beiträge werden im Blog und in sozialen Netzwerken veröffentlicht.

Zwei Wochen Präsenzphase| Plenararbeiten und Werkstätten

Die 1. Woche der Präsenzphase ist Arbeiten im Plenum: DieTeilnehmer/-innen teilen Wissen und Erfahrungen, reflektieren eine konkrete Handlungsebene, leiten Botschaften ab und entwickeln Szenarien mittels der Szenariomethode. Im Rahmen des Metathemas “Transmedia Storytelling | Culture of Climate Change” wird jeweils eine konkrete Handlungsebene wie z.B. future cities lanciert. Dies ermöglicht die Integration verschiedener Wissenstypen in der Gesellschaft zur Interpretation dessen, was Klimawandel/Klimafolgen ist, wie Klimawandel wahrgenommen wird und was Klimakultur sein könnte. Es geht also darum,

Interpretationsformen zu eruieren: Wie viele und welche Definitionen von Klimawandel/Klimakultur gibt es und welche sind benutzbar? Dabei greifen wir auf rationale (Wissen) und emotionale Erkenntnisse zurück. Das, was wir über einen Reduktionsprozess lernen, setzen wir in Bilder, Metaphern und Symbole um. Inhaltlich stellen wir Bezüge zu relevanten Funktionen von future cities her: zur Ernährungs- und Gesundheitsversorgung, zur Energie- und Trinkwasserversorgung, zur Stadt als Erholungsraum und Ort der Klimaanpassung. Außerdem werden Fragen zu ethischen Begriffen wir Klugheit, Glück und Gerechtigkeit als Folie für die Zukunftsstadt aufgenommen.

In der 2. Woche der Präsenzphase fokussieren wir auf die kollaborative kreative Produktion von Episoden in Wort, Bild und Ton und auf die Zusammenführung zu einer transmedialen Dachgeschichte in Werkstätten/Ateliers. Gemeinsam mit Expert/-innen aus der Praxis wird in den Werkstätten mit vielfältigen audiovisuellen Formaten – Videospots, Viralspots, Radio, Animation, Fotoreportagen – eine Transmedia Geschichte erzählt und in der Redaktionswerkstatt editiert. Wir entwickeln Drehbücher, Geschichten, Slogans, Botschaften für die spezifischen Formate, erwerben mit professioneller Unterstützung grundlegende Kompetenzen für die Medienformate, planen und produzieren eigene „Kommunikate“: Spots, Kurzfilme, Reportagen, Features, Radiohörspiele oder Blogs. Diese werden dann über mehrere Medien (Blogposts, twitter-Meldungen, Facebook-Einträge, YouTube-Videos etc.) hinweg transmedial erzählt. Die vielen und vielfältigen Geschichten, die auf diese Weise erzählt und verbreitet werden, verdichten sich zu einer „big story“: Erfahrungswissen, wissenschaftliche Forschungsergebnisse, künstlerische Darstellungen, Bilder, Texte und Ton werden zu einer Dachgeschichte zusammengeführt.

Kern der 2. E-Learning-Phase ist das Entwickeln von Kommunikationsstrategien für PR 2.0 (Persona-Konzept), die Verbreitung der Kommunikate über social media oder mittels Infoscreens, Radio, Kinos etc. sowie das Verfassen von Blog-Beiträgen. Gelernt werden der Umgang mit Formen des Guerillamarketings und das Funktionieren von Beteiligungs- und Aushandlungsverfahren.

Abschlusszertifikat

Wir beenden die Weiterbildung mit einer elektronischen Prüfung zum Wissenstransfer sowie mit einem Selbstreflexionsprozess zum eigenen Kompetenzerwerb.

Bei aktiver Teilnahme an Austausch, Diskussion und Kollaboration webbasiert und vor Ort sowie der erfolgreichen Bearbeitung der Prüfungsaufgaben vergeben wir 6 ECTS-Punkte.

Arbeitsaufwand

Für die Sommeruniversität wird ein zeitlicher Umfang von insgesamt 180 Stunden veranschlagt, der sich wie folgt aufgliedert:

  • E-Learningphase I 30 Stunden (5 Std./Woche)
  • Präsenzveranstaltung 120 Stunden
  • E-Learningphase II 30 Stunden (5 Std./Woche)

Sprache

Die Internationale Sommeruniversität findet in deutscher Sprache, mit Übersetzungen der Partnerbeiträge, statt.

Abschluss

Über die Teilnahme stellen das Kolleg für Management und Gestaltung nachhaltiger Entwicklung gGmbH und die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde ein Zertifikat aus.

Im Zuge des Bologna-Prozesses wurde auch die Internationale Sommeruniversität auf ECTS-Punkte umgestellt. Bei erfolgreichem Leistungsnachweis werden Leistungspunkte nach dem European Credit Transfer System vergeben.

Anmeldung  Anmeldeschluss verlängert bis 09/06/2017

Factsheet_Didaktik [pdf]


Learning Concept

The International Summer University is as a further-education, organized as blended learning. Over a period of 5 months,  two e-learning phases are blended with one two-week attendance. The learning content refers to collaborations and field tests on the issues of climate protection and adaptation.

Participative Structures

identify the communication and learning processes online and on-site. The participants will deal with sharing knowledge and experiences, reflections and a joint solving of practical exercises as well as creative verbal, visual and aural outputs.

Within the frame of a core curriculum, the conceptual design and the workflow are open to  the participants. “Participation, interaction, design competences, reflections and positive options for action” are basic to the communication of sustainability, with impact on the learning and exchange processes. (Joachim Borner, KMGNE)

The Didactical Design

combines constructivism and connectivism in education. Following the approach of the Bauhaus to pedagogy and the approach of the aesthetical education, the didactical design refers to the heuristics and community art as well as to the ecological communication. We understand learning as an active process of social action, self-determined by the individuals,  accompanied by a mentor and partly moderated. The objective is to learn, how to interpret and how to understand the transformations related to sustainable development and climate culture.

Transformative literacy” or competences for the transformation identify the meta goals, with emphasis on the communication skills – as a collaborative process of generating a literacy and a “robust social knowledge”.

Alongside the understanding of dynamic-complex systems like climate change and processes of climate consequences, the search for metaphors, symbols, messages as well as an aesthetics of the “Great Transformation”, three parallel learning processes identify the programme:

(1) Creating possible future alternatives by the scenario method. A robust idea of our future, will help us to reach nowadays social decisions beyond a crisis management.

(2) Telling stories about climate culture, future cities, “good food” and other social future scopes of action. The stories will make visible the cultural logics of action  (design fiction).

(3) Transmedia Storytelling, matching the different modes of narrations, languages, medial channels and the different types of knowledge (transdisciplinarity).

Tutors, Advisors, Experts
accompany the learning processes via:

  • application-oriented inputs, designed as a learning-to-read the transformation, on the issues and the communication of sustainability, climate consequences, energy transition;
  • support of exchange and collaboration, challenge of plugged-in mindsets;
  • reflections on the work results and their development.

 Schedule

The 1st e-learning phase introduces

  • system knowledge: approaches and theories of the human-nature relationship, the way it is and the interferences;
  • target knowledge and transformation knowledge: general principles for new realities and for the design of new realities.

This phase intends to empower, in a sensitive, competent and evident way, for communication,  decision-making, action and design facing complex socio-ecological processes.

The participants work on tasks by selfreflexion,  group work and peer-to-peer discussions. To make the communication transparent and comprehensible to all participants, we will use an e-learning platform and forums. Selected collaboratively created content will be published on the blog and in the social networks.

Two weeks of attendance | Plenary works and workshops

During the 1st week of the attendance we work in plena: The participants share knowledge and experiences, reflect a precise level of action, deduce messages and develop scenarios via the scenario method. In the framework of the meta topic “Transmedia Storytelling | Culture of Climate Change”, a precise level of action, e.g. future cities, will be launched. Different social knowledge types will be integrated in order to get an idea what climate change/ consequences are, how climate change is being perceived and what climate culture could be.

The objective is to identify multiple ways of interpretation: How many definitions of climate change/ climate culture do exist, and which of them are useful? We go back to rational (knowledge) and emotional awareness. We transfer the results into visuals, metaphors and symbols.

With regards to content, we refer to relevant functions of future cities: to food supply and medicare, to energy and drinking water supply, to the city as a recreational area and place for climate adaptation. Moreover, we will collect questions about  wisdom, happiness and justice as a background for the future city.

In the 2nd week of the attendance we will colloborate in creative workshops/ateliers producing episodes by text, image, video and audio, all together building the big story in a common storyuniverse. Alongside with professionals, we will tell a transmedia story with different audiovisual formats – video spots, viral spots, radio, animation, foto series – and edit them in an editorial workshop. We develop scripts, stories, slogans, messages for specific media; by professional support, the participants learn the basics in planning, producing their own communication products: Spots, short films, reports, features, radio plays or blogs.  Across multiple media platforms  (blog posts, tweets, facebook posts, YouTube videos etc.), each story is related to each other and they all fit together to tell one big story which is wider than only the sum of the separate multiple stories, including know-how, scientific research results, artistic visualizations, images, texts and audio.

The 2nd e-learning phase is focussed on strategies for social media communication and the definition of the interaction/target groups. (persona concept) The communication products will be posted and shared in the social media or on info screens, radio, cinemas etc. The participants learn the basics of viral and guerilla marketing and procedures of participation.

Completion

The further-education is completed by an electronic examination of the knowledge transfer and a self-reflection procedure of the internal capacity building.

Participants will receive a certificate issued by the Kolleg für Management und Gestaltung nachhaltiger Entwicklung gGmbH and the Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde.

Successful demonstration of achievement earns 6 credits points under the European credit transfer system.

Workload

The Summer University will require a commitment totalling 180 hours, consisting of the following phases:
E-Learning Phase I:  30 hrs. (5h/ week)
Attendance Phase:  120 hrs.
E-Learning Phase II:  30 hrs. (5h/week)

Language

The International Summer University will be conducted in English.


Registration
Deadline 31/05/2016

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