Bildung für Transformation – Stadt und Land zusammen gedacht

Featured

Die Erde steht vor Herausforderungen wie Wandel des Klimas, der Bevölkerungszahl und –Struktur, sowie der Notwendigkeit alle ausreichend und nachhaltig zu versorgen. Alle Regionen – ländliche wie städtische – sind dabei von den Veränderungen betroffen. Darum reicht es auch nicht die Herausforderungen lokal begrenzt, z.B. durch den Aufbau einer Smart City, anzugehen. Die Stadt braucht das Land für die Versorgung, genauso wie das Land die Stadt als infrastrukturelles, wie auch soziales Zentrum benötigt. Doch wo fängt man mit der Veränderung an und wo hört man auf?

Continue reading

Resilienz und ein hörender Fußmarsch

Ein akademischer Begriff und eine partizipative Aktion des Thüringer Künstlers Nikolaus Huhn – was hat es damit auf sich?
Ilka Roose, Wuppertal Institut, und Tutorin der Internationalen Sommeruniversität stellt die Geschichten vor.

Resilience, an academic term, and a “listening walk”, a participative action through the german countryside by the artist Nikolaus Huhn – what is that all about?
Ilka Roose, Wuppertal Institute, and tutor at the Internationale Sommeruniversität, presents the stories.

Liebe TeilnehmerInnen der Summer School,

wie viele von Euch bereits in Ihren Blogbeiträgen erwähnt haben, bringt der Klimawandel neue Herausforderungen an unsere Gesellschaft auf mehreren Ebenen mit sich.

Eine davon ist, ökologische, soziologische oder ökonomische Systeme zusammen zu denken.

Ein populäres Bild für Resilienz by GerryT | CC BY 2.0

Ein populäres Bild für Resilienz by GerryT | CC BY 2.0

Das versucht der Ansatz der Resilienz (Fähigkeit eines Systems mit Veränderungen umgehen zu können und Belastungen auszuhalten ohne die grundlegenden Funktionen zu verlieren) der sozial-ökologischen Forschung.

Der Resilienzbegriff ist allerdings sehr komplex. Es wird versucht das sozial-ökomische und ökologische System als Ganzes zu betrachten, welches letztendlich dem Menschen zum (Über-)Leben dient.

Dennoch ist dieser Forschungsansatz so abstrakt, dass der Mensch im “resilienten System”, in den “Öko-System-Dienstleistungen” oder in der “Operationalisierung” der Resilienz als Gestaltungsleitbild verschwindet.

Wie wird der Resilienzansatz also kommunikationsfähig?

Nikolaus Huhn hat einen hörenden Fußmarsch durch Thüringen gemacht und dabei große Ohren mitgenommen. Damit dreht er den Spieß um. Er verkündet nicht, er hat Fragen:

  • Was kann eine Region aus sich selbst heraus stemmen?
  • Wie kann sie die elementaren Bedürfnisse der Menschen aus der Nähe bedienen?
  • Die Antworten der Menschen will er weitertragen und weitersagen.

Ich bin gespannt, was Euch zu dem Thema einfällt.

Viele Grüße,

Ilka


Literatur

Fichter, K., Gleich, A. v., Pfriem, R., Siebenhüner, B. (Hrsg.) (2010).
Theoretische Grundlagen für erfolgreiche Klimaanpassungsstrategien. nordwest2050
Berichte Heft 1. Bremen / Oldenburg: Projektkonsortium, nordwest2050’.

Nikolas Huhn, Hörender Fußmarsch 2013