von Nils Mojem
Wert von Natur
Wie das „Globale Komitee zur in-Wert-Setzung der Natur“ an diesem Dienstag bekanntgegeben hat, verliefen die Tarifverhandlungen mit der „Gewerkschaft der In-Wert-gesetzen Natur“ friedlich und in vollem Einverständnis. So soll es ab kommendem Jahr zu einer allgemeinen Lohnsteigerung kommen, die je nach Arbeitssektor zwischen 2 – 4 % liegen soll. Darüber hinaus sind für betriebsame Insekten einmalige Sonderzahlungen vorgesehen. Einzige Verlierer der Tarifrunde dürften die Gewässer der südlichen Hemisphäre sein: Ihre durchgehend niedrigen Pegelstände der letzten Dekade hätten einen negativen Einfluss auf die Qualität und Quantität ihrer Arbeit gehabt und so sieht das „Globale Komitee zur in-Wert-Setzung der Natur“ hier Lohnkürzungen bei gleichbleibender Arbeitszeit vor, sollten die Gewässer ihre Grundwasserpegel nicht in den nächsten Monaten erhöhen.
Künstliches Obst
Diesen Samstag hat das oberste Gremium der „Öffentlichen Verwaltung zur Distribution lebensnotwendiger Güter“ einstimmig entschieden, dass ab kommendem Jahr jegliches Steinobst den Status „Lebensnotwendig“ verliert. Begründet wurde diese Maßnahme damit, dass die notwendige Zuvor von Vitaminen und Zucker schon lange über die „Wohlfühltabletten“ des überstaatlichen Chemiekonzerns xyz in ausreichendem Maße sichergestellt sei und daher der Ressourcenverbrauch durch den Wegfall des Steinobst-Anbaus weiter reduziert, werden könne. Wie die Vorsitzende des Gremiums Maria Mariono weiterhin mitteilte, werde nun die „Vereinte Institution für Luxusgüter und Wohlbefinden“ (VILW) umgehend damit beauftragt, bis zum nächsten Jahr ein allgemeines Substitut für den Genuss von Steinobst herzustellen. Die Frage, welches Design dieses Substitut haben wird, sei dabei noch zu klären und werde zunächst intern diskutiert. So werde die „VILW“ bis zum Ende des Jahres verschiedene Entwürfe präsentieren, über welche dann auf regionalebene abgestimmt werden könne. Wahlberechtigt seien hierbei jene fünf Verwaltungsregionen, in denen in den letzten 200 Jahren die größten Mengen an Steinobst produziert wurden. Wie der Vorsitzende des VILW mitteilte, sei selbstverständlich auch bei der vorgesehenen Substitution von Steinobst angedacht, dass das Design des Substituts in Farbgebung und Form im zwei-Jahres-Rhythmus wechsle.
Kartoffel-Distribution
Bei der Präsentation des diesjährigen Berichts zur „Nutzung der Kartoffel in der Wertstoff- und Nahrungsmittelproduktion“ ließ die „Internationale Verwaltung zur Distribution lebensnotwendiger Güter“ verlauten, dass es im letzten Jahr gelungen sei, eine neue Serie von Kartoffel-Hybriden zu züchten, welche nun auch den gewandelten klimatischen Bedingungen in Süd-Ost-Asien, Osteuropa und Skandinavien gewachsen sind und – so Maria Marion, Vorsitzende der (IVDLG) wörtlich, „auch mit der extremen Hitze und Dürre dieser Region zurechtkommen werden.“ Konkret handelt es sich dabei um zwei verschiedene Arten von Kartoffel-Hybriden: Während eine Serie dieser neuen Knollen – Papa231XL – zur Lebensmittelproduktion vorgesehen ist und ihr Nährwert im Vergleich zur Vorgängerserie um 20% erhöht werden konnte, wurde die Kartoffelserie Papa778iA derart manipuliert, dass die Knollen-Hybride mehr der für die biologische Kunststoffproduktion notwendigen Stoffe x y und z produzieren, um zukünftig den Ressourcenbedarf der entsprechenden Regionen besser befriedigen zu können. Das IDVLG ließ weiterhin verlautbaren, dass lediglich die Serie Papa231XL frei in den Distributionszentren zur Verfügung stehen wird. Wie üblich können Bürger*innenverbände, Einzel-Agricolöre und „Firmen zur Versorgung der Bevölkerung“ die Knollen dieser Serie mit dem entsprechenden Zertifikat zur Nutzung von Landfläche im Gemeinschaftssektor ausgehändigt bekommen.
Zugriff auf die neue Kartoffelserie zur Kunststoffproduktion bleibt jedoch den industriellen Produzenten vorbehalten, da „Die Versorgung der Gesellschaft mit Rohstoffen und Endprodukten, die nicht der notwendigen Lebenserhaltung dienen“ Aufgabe der Industrie sei.