Bildung für Transformation – Stadt und Land zusammen gedacht

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Die Erde steht vor Herausforderungen wie Wandel des Klimas, der Bevölkerungszahl und –Struktur, sowie der Notwendigkeit alle ausreichend und nachhaltig zu versorgen. Alle Regionen – ländliche wie städtische – sind dabei von den Veränderungen betroffen. Darum reicht es auch nicht die Herausforderungen lokal begrenzt, z.B. durch den Aufbau einer Smart City, anzugehen. Die Stadt braucht das Land für die Versorgung, genauso wie das Land die Stadt als infrastrukturelles, wie auch soziales Zentrum benötigt. Doch wo fängt man mit der Veränderung an und wo hört man auf?

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Bildungslandschaft in der Comuna Rio Hurtado / Chile

Das KMGNE hat das Lernprojekt Ressourceneffizienz in der Bildungslandschaft der Kommune Rio Hurtado/ 4.Region / Chile entwickelt. Es folgt dem erweiterten Whole School Approach, der sich auf Lernlandschaften erstreckt und formale und informelle Lernanlässe, -situationen und -arrangements verbindet.

Wir verbrauchen in den Schulen der Kommune verschiedene Ressourcen: Gas, Wasser, Elektrizität, Boden. Energie, fruchtbarer Boden und Wasser sind kostbare Güter. Teilweise verbrauchen wir schon mehr, als die Umwelt in unserer Region hat. Wir müssen die Ressourcen schützen – für die nächsten Generationen. Das ist unsere ethische Verantwortung, diese müssen wir stärken und entwickeln.

Zugleich belastet der Ressourcenverbrauch das Budget der Kommune. Und mit steigenden Energie- und Wasserpreisen werden finanzielle Mittel gebunden, die für andere Zwecke fehlen. Es wäre also klug die Effizienz beim Konsum zu steigern, um Kosten zu sparen

Was kann man machen?

Die Steigerung der Ressourcen-Effizienz bei los servicios basicos hat zwei Ebenen:

  1. Umgestaltung der Infrastruktur
  2. Veränderung des Nutzungsverhaltens durch Schüler, Lehrer, Küchenpersonal u.a.

Seine größte Wirksamkeit erhält die kommunale Strategie, die dieses anstrebt dann, wenn beide Ebenen in einem Lernprojekt integriert werden, sich also die Schüler und Lehrer gemeinsam infrastrukturelle Verbesserungen „erforschen“ und umsetzen sowie sich über Regeln zur Verhaltensänderung verständigen – und die Wirkung beider Veränderungen evaluieren.

Ein zweiter Faktor für die Wirksamkeit besteht darin, dass die Schüler und Lehrer einen Anteil am Nutzen haben, der durch eine höhere Effizienz eintritt.

Wie kann man es machen?

Das Lernprojekt wird als längerfristiges Projektlernen organisiert, also mit

–          formalen und informellen Lerneinheiten,

–          in den Schulen und ausserhalb von Schulen,

–          in Kooperation mit Unternehmen und Experten,

–          integriert in das Schulprogramm,

–          über einen längeren Zeitraum und

–          outcome orientiert (Kompetenzen)

Die Kompetenzorientierung bezieht sich auf

–          Fachkompetenzen (Grundlagen Gasfiter, Wasserökologie, Physik und Energienutzung, etc.), auf

–          soziale Kompetenzen (Teamfähigkeit, ethisches Verständnis, Kommunikation etc.), auf

–          Methodenkompetenzen (analytisches Denken, Medienkompetenz u.a.)!

Zugleich integriert es mediales Lernen in den Schulalltag. Die Schüler/Lehrer recherchieren im Internet (Datenbanken), suchen mit ihren Fragen Kontakt zu sozialen (internationalen) (Fach)Netzen und kommunizieren im Web 2.0 mit anderen ähnlichen Projekten. Sie bauen eine Ratgeber-Infoplattform im Netz auf (Schüler beraten junta de vecinos etc.) und entwickeln eine mediale Kampagne für mehr Ressourceneffizienz in der Kommune.