#
blog
2015 | Deutschland, All, Deutsch

#fokusland | SDGs & Ländlicher Raum

Anfang des Jahrtausends wurden die Milleniumsentwicklungsziele von der UN und anderen Organisationen beschlossen, um eine Orientierung für die globale Politik zu schaffen. Einige Ziele, wie die Halbierung des globalen Hungers, wurden erreicht – andere nicht. Neue globale Herausforderungen verlangen nun nach neuen Leitlinien und Perspektiven. Darum werden Ende dieses Jahres die Sustainable Development Goals (SDGs) die alten Ziele ablösen. In diesem Beitrag wollen wir einige ausgewählte SDGs, die uns am Wichtigsten erscheinen, näher beleuchten.


SDG 3: Ein gesundes Leben sicherstellen und das Wohlergehen aller Menschen in allen Altersgruppen fördern

(Katja)

Dieses Thema haben wir gewählt, weil es zwei in unserer Gruppe wichtig erschien. Das Ziel, ein gesundes Leben und Wohlergehen aller Menschen in allen Altersgruppen zu fördern, klingt erstmal her und wird sicher von wenigen als nicht erstrebenswert angesehen. Es degradiert aber auch schnell zur Sprachblase und muss mit konkreten Überlegungen mit Leben gefüllt werden. Es ist ein Thema, das viele andere Ziele miteinschließt, weil z. B. ein gesundes Leben bei hohen Schadstoffbelastungen in der Umwelt nicht möglich ist und auch relativ ausgewogener Ernährungsgewohnheiten bedarf. Dem weiten Begriff des allgemeinen Wohlergehens gerecht zu werden verlangt auch eine demokratische Gesellschaft in der Menschen auf verschiedenste Weise andersartig sein können. Eine Gesellschaft, die jedem  Menschen unabhängig von seinen Gaben oder gesellschaftlicher Herkunft die Möglichkeit gibt, sich zu beteiligen, und Unterstützungsformen hierfür schafft.

Sind wir in Deutschland diesem Ziel in den letzen 30, 40 Jahren näher gekommen? Oder ist es eher umgekehrt und wir verlernen immer mehr, was es heißt, sich wohl zu fühlen?

Stethoscope

Gesundheit Krankenhaus Stethoskop @Pixabay

Die Zahl der Langzeiterkrankungen nimmt nicht ab, sondern zu. Den Menschen fällt es schwer, bis 65 Jahren im Arbeitsleben zu bleiben. Immer mehr Kinder bekommen Ritalin verschrieben, um schulfähig zu bleiben, immer mehr Erwachsene nehmen Aufputsch- oder Beruhigungsmittel, um fit für den Beruf zu bleiben. Alte Menschen vereinsamen. Kinder vielleicht auch. Jedenfalls kommen bis zu 30 % von Mobbing Betroffene in der Schule nicht von ungefähr.

Wohlstand und Wohlbefinden – bezeichnen diese Worte zwei Pole einer möglichen Entwicklung? Oder muss Wohlstand etwas lernen, um in Bewegung gesetzt zu werden, und sich zu Wohlbefinden zu entwickeln?

Der Lebensraum Land bietet viele Voraussetzungen, damit Menschen sich wohlfühlen und gesünder werden. Begegnungsflächen, überschaubare Zugehörigkeitsmöglichkeiten, Möglichkeiten zur Verwirklichung und Lebensraum. Doch in den letzten 30 Jahren ist dort vermehrt Infrastruktur abgebaut worden und wenn kein Umdenken geschieht, verschwinden in vielen ländlichen Regionen in den nächsten 10 Jahren noch mehr Basisstrukturen. Gesundes Leben und Wohlergehen aller Menschen in allen Altersgruppen ist nicht möglich ohne  eine flächendeckende Versorgung mit Lebensmittelläden, Krankenhäusern und Notfalldiensten Es fehlt an genügend Personal für die Betreuung von älteren Menschen. Außerdem gibt es immer weniger Kinder,  Betreuungsangebote für die verbliebenen tragen sich oft finanziell nicht und werden eingestellt, ein Grund für die Eltern, wegzuziehen in die Stadt. Sporteinrichtungen werden geschlossen und  zweckentfremdet.

Noch mehr Grund wegzuziehen, es ist ja nichts mehr los. Es braucht neue Konzepte einer Wohn- und Helfer-Kultur in Stadt und Land. Wie kommen wir zusammen und wie sorgen wir dafür, dass es allen gut geht? Letztendlich sieht dies in der Stadt nicht anders aus. Auch da braucht es kleinräumige Organisationen, damit die Menschen sich wiederfinden können. Bücherei, Sport und Begegnungsstätten müssen mehr oder weniger fußläufig zu erreichen sein, wenn sie denen  zugänglich sein sollen, die sie am meisten brauchen. In Bezug auf diese Fragen gibt es sicher schon einiges an Ideen, vieles wurde ausprobiert und es gibt damit Erfahrungen, was im größeren Rahmen funktionieren könnte und was nicht. Dass wir in Deutschland in vielen Fragen des allgemeinen Wohlbefindens nicht weiter sind als vor 30 Jahren zeigt, dass wir  in dieser Beziehung voll Entwicklungsland sind. Neue Wege, neues Denken brauchen. Wir sollten vorsichtig sein, wenn wir anderen Ländern vorzuschreiben versuchen, wie sie ihre Entwicklung gestalten sollen. Deutschland ist selbst erst auf dem Weg in eine nachhaltigere Entwicklung.


SDG 13: Unverzüglich Maßnahmen gegen den Klimawandel und seine Folgen ergreifen

(Anne)

Globaler Focus

Der Klimawandel stellt eine aktuelle, reale Gefahr für die Menschheit und den aktuellen Lebensstil unzähliger Menschen dar. Einige Prozesse sind bereits unaufhörlich voran geschritten.

Der Meeresspiegel steigt bereits jedes Jahr um einige Millimeter, mancherorts wurden bereits große küstennahe Gebiete vom Meer verschluckt.

Die Temperatur hat sich seit der Industrialisierung bereits um 1°C erhöht und Bauern, Naturschützer und Fischer sind die ersten, die die Auswirkungen spüren.

Langsam fangen auch die Städter in ihren künstlichen Konsumtempeln an zu realisieren, dass es da draußen eine hausgemachte Bedrohung gibt, die größer, mächtiger, gefährlicher und unsicherer ist, als jeder Terrorist oder Krimineller es je sein wird.

  • Wenn abzusehende Bedrohungen und Gefahren bereits jetzt angegangen werden, können schlimmere Folgen für Leib und Leben besonders der Menschen in den südlichen Ländern eingedämmt werden.
  • Wenn der CO2-Ausstoß jetzt verringert wird, kann ein extremerer Temperaturanstieg noch abgemildert werden.

Jedes Grad Temperaturanstieg, welches verhindert wird, ist ein Gewinn.

Focus ländlicher Raum in Deutschland (Mecklenburg Vorpommern)

Windparklandschaft in Mecklenburg

Windparklandschaft in Mecklenburg @Philipp Hertzog

Deutschland sieht sich gern als Vorreiter der globalen Klimapolitik und versucht mit der “Energiewende” ein Zeichen zu setzten. Dieses Programm bezieht sich oft leider nur auf technische Maßnahmen. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Möglichkeiten dem Klimawandel entgegenzutreten.

Die Moore in Mecklenburg-Vorpommern müssen geschützt bzw. in ihren Ursprungszustand zurückversetzt werden.

Flächen von Tagebauen müssen renaturiert bzw. eine weitere Zerstörung der Böden durch Minen verhindert werden.

Häuser nahe Überflutungsgebieten von Flüssen usw. dürfen nicht gestattet werden, um spätere finanzielle Hilfen durch den Staat im Katastrophenfall zu vermeiden.

Nicht nachhaltig bewirtschaftete Landwirtschaftsflächen sollten durch Förderungsprogramme in Ökolandbetriebe umgewandelt werden, die weniger Treibhausgase ausstoßen.

Eine medizinische flächendeckende Versorgung, sowie andere Notdienste und die Erstellung von Hitzewellen- sowie Kälteeinbrüche-Reaktionsstrategien sind essenziell.

Bereits durch diese Maßnahmen, als Ergänzung zur Energiewende, kann der ländliche Raum in Deutschland dem Klimawandel den Wind aus den Segeln nehmen.


SDG 15: Terrestrische Ökosysteme bewahren und wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, die Wüstenbildung bekämpfen, Landdegradation und den Verlust der Artenvielfalt beenden und umkehren 

(Susanne)

Artenvielfalt ist die Grundlage unserer Ernährung: Tausende miteinander in Verbindung stehende Arten bilden das lebendige Netz der Biodiversität innerhalb der Ökosysteme, auf denen die Lebensmittelproduktion beruht. Mit dem Verlust der Biodiversität verlieren wir die Möglichkeit, uns Veränderungen wie Bevölkerungswachstum und Klimawandel anzupassen.

Globaler Kontext

1992 hat die Weltgemeinschaft das UN-Übereinkommen über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD) verabschiedet mit dem Ziel, weltweit dem dramatischen Verlust an Arten, Lebensräumen und genetischer Diversität zu begegnen. Im Fokus sind Tiere, Pflanzen, Lebewesen in Gewässern sowie die Ökosysteme der Böden und Wälder.

Die  Vereinten  Nationen  haben  die  Jahre  2011-2020  zur  UN-Dekade  der  biologischen  Vielfalt  ausgerufen.  Durch  vielfältige  Maßnahmen  und  Programme  sollen mehr Menschen für die Erhaltung der biologischen Vielfalt sensibilisiert werden. Das gesellschaftliche Bewusstsein für den Wert der biologischen Vielfalt und die Verantwortung  für  deren  Schutz  und  nachhaltige  Nutzung  soll  gefördert  werden.  Ziel  der UN-Dekade  zur  biologischen  Vielfalt  ist  es,  dass  staatliche  und  nicht-staatliche  Akteure  gemeinsam  dazu  beitragen,  die  biologische  Vielfalt  auch  für  die  Zukunft  zu bewahren. Im Verlauf der UN-Dekade soll international und national Bilanz gezogen werden.

Fokus Deutschland

Deutschland hat im Jahr 2007 die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt im Bundeskabinett beschlossen (BMU 2007). Der Indikatoren Bericht 2014 zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt dokumentiert, wie weit wir in Deutschland von der Erreichung der selbstgesteckten Ziele entfernt sind.

Maßnahmen

  • Förderung des ökologischen Landbaus

Der ökologische Landbau trägt in besonderem Maße zur Erhaltung der biologischen Vielfalt  sowie  zur  Förderung  regionaltypischer  Kulturlandschaften  bei.  Die  ökologische Bewirtschaftung  führt  u.a.  zu  einer  höheren  biologischen  Aktivität  im  Boden, schont  das  Bodengefüge  und  verringert  Bodenverluste.  Die  dadurch  gesteigerte Wasserspeicherkapazität  des  Bodens  trägt  zusätzlich  zum  Schutz  vor  Hochwasser bei und die Erosionsgefahr sinkt.

  • Marktwirtschaftliche Instrumente nutzen

Labelling bis hin zur Förderung von Akteurs Kooperationen und freiwilligen Selbstverpflichtungen (inklusive große Handelsketten) zu Unterstützung der  Agrobiodiversität. Im Bereich der verarbeitenden Industrie und des Handels liegt die wesentliche Herausforderung darin, deren Nachfrage nach einer größeren Tier- und Pflanzendiversität anzuregen. Kooperationen entlang der Lebensmittelkette, beispielsweise von Unternehmen und Erhaltungsinitiativen, können diese Nachfrage befördern.

  • Sensibilisierung der Gesellschaft

Die Verankerung des Themas in Schulen, in der landwirtschaftlichen Ausbildung und in der allgemeinen Öffentlichkeit ist daher ein weiteres Element einer Vorsorgestrategie. Modellhöfe (z.B. Schelphof in Bielefeld), Hofbesichtigungen, Verkostungen

  • Entwicklung ländlicher Räume und regionaler Tourismuskonzepte 
  • Agrarpolitischen Rahmenbedingungen

Beispielsweise würde ein vollständiges Grünlandumbruchverbot einen wirksameren Schutz des Grünlands ermöglichen. Hier möchte ich Einspruch erheben und um Änderung bitten. Dauergrünland ist wichtig aber Grünlandumbruch ist oft eine sinnvolle Maßnahme gerade um Grünlandbetriebe produktiv zu halten und noch mehr um Humusaufzubauen.

Grünlandumbruch ist zwar isoliert gesehen humusabbauend aber nur wenn Grünland in der Ackerfläche rotiert kann Humus effektiv aufgebaut werden. Die in Deutschland praktizierte Trennung von Dauergrünland und Ackerland hat dazu geführt, dass die wichtigste und effektivste  Maßnahme des Humusaufbaus, mehrjähriges Kleegras in der Fruchtfolge hier nur wenig praktiziert wird und man allgemein davon ausgeht, das Humusaufbau nur in sehr geringen Schritten möglich ist.

Komposteinsatz unterstützt den Humuseinsatz aber ersetzt nicht die Fruchtfolgewirkung mit integrierter Fruchtfolge. Da die Artenvielfalt sich gerade in Randgebieten manifestiert wäre eine mindestens ebenso wirksame Maßnahme die Etablierung von ordentlichen Schutzstreifen am Ackerrand. Das dient dann auch gleichzeitig dem Gewässerschutz.

Mir bleibt echt jedes Mal das Herz stehen wenn ich sehe wie in Deutschland immer noch bis Geldrand gepflügt wird. 1m Schutzstreifen sollte Minimum sein, drei Meter wäre besser ( mit Ausgleichszahlungen) Auch müssen die ökologischen Vorrangflächen auf dem Acker sowohl quantitativ als auch qualitativ hinsichtlich ihrer Wirkungen auf relevante Arten hin optimiert und ambitionierte Vorgaben für die Anbaudiversifizierung gemacht werden.

Neben der Artenvielfalt ist es wichtig die Sortenvielfalt sicherzustellen und zu fördern. da sieht es sowohl im Tier und Pflanzenreich gerade sehr schlecht aus. Solange die Landwirte nach größter Menge bezahlt werden wird das sich nur verschlimmern, weil die Ertragsreichsten Sorten einfach am interessantesten bleiben. Dies gilt auch für den Ökolandbau, der seinem Anspruch auf Erhalt der Artenvielfalt nur noch begrenzt gerecht wird.

Erste Hilfe würde die Einführung einer Ausgleichszahlung bringen die Ökobetriebe zahlen müssen, wenn sie nicht Ökosorten oder Ökotiere einsetzen. Durch diese Ausgleichszahlung würde der Teufelskreis unterbrochen, der seit Jahren dazu führt das Ökobetriebe nicht Ökosaatgut und Tiere einsetzen. Die sind billiger und erwirtschaften oft auch mehr.

  • Finanzmittel in ausreichendem Umfang für ein biodiversitätsförderndes Management agrarisch genutzter Flächen bereitstellen
Waldkauzästling

Waldkauzästling @bartbblom/Flickr/uil

Mit Maßnahmen auf Ackerstandorten kann die kleinstandörtliche Heterogenität erhöht werden. Dies kann mit Hilfe von Pufferstreifen  (Ah da sind sie ja.-) um Landschaftselemente und Äcker oder die Integration von Extensiv-Flächen in leistungsfähige konventionelle und ökologische Nutzungssysteme geschehen.

Umgekehrt kann auf Böden mit niedrigen Bodenpunkten („schlechtere landwirtschaftliche Böden“) das gezielte Management von Ackerbrachen einen wirksamen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität gerade in Grenzertragsregionen leisten. In allen Fällen müssen aber mit den Förderprämien deutlich höhere finanzielle Anreize gesetzt werden.

  • Erhaltung artenreichen Grünlandes 

Durch extensive Weidehaltung mit Schafen, Ziegen und Rindern.

  • Naturnahe Wälder

Mehr Alters- und Zerfallsphasen zulassen, bei der Baumartenwahl die potenzielle natürliche Vegetation vermehrt zu berücksichtigen und Totholz gezielt weiter anzureichern. Die Anzahl von Biotopbäumen muss erhöht werden. Die finanzielle Honorierung von Naturschutzleistungen muss hierfür auch für Waldflächen in Privatbesitz Anreize setzen, da knapp die Hälfte des Waldes Privatwald ist.

Darüber hinaus ist die Etablierung von Wäldern mit natürlicher Entwicklung hin zu 5 % der Waldfläche weiter umzusetzen. Zudem ist auf eine ausreichende Vernetzung ungestörter und naturnaher Wälder im Rahmen des Biotopverbundes hinzuarbeiten, wie er im Bundesnaturschutzgesetz für 10 % der Fläche vorgesehen ist. Damit wird Arten mit großen Raumansprüchen wie z. B. Luchs und Wildkatze eine Möglichkeit gegeben sich auszubreiten.

  • Bau von Grünbrücken und anderen Querungshilfen

Mit dem Bau von Grünbrücken und anderen Querungshilfen können erfolgreich Lebensräume wieder miteinander verbunden und Gefahrenstellen für den Straßenverkehr entschärft werden. Aus diesem Grunde ist es wichtig, das im Februar 2012 von der Bundesregierung beschlossene Bundesprogramm Wiedervernetzung schnellstmöglich umzusetzen und dafür zu sorgen, dass von dem bestehenden Straßennetz keine erheblichen Beeinträchtigungen auf die biologische Vielfalt mehr ausgehen.

  • Gewässerstrukturen verbessern

Die Längsdurchgängigkeit für Fische und andere Organismen muss wiederhergestellt und die Auen wieder an die natürliche Wasserführung der Flüsse (Hoch- und Niedrigwasser) angebunden werden. Ehemalige Auenflächen, die durch Deichbau oder durch Vertiefung der Gewässer von der Dynamik des Flusses abgeschnitten worden sind, müssen durch möglichst großflächige Deichrückverlegungen oder durch Anhöhungen der Gewässersohle wieder angeschlossen werden

 Der Punkt mit den Gewässerstrukturen ist sicher wichtig, aber irgendwie habe ich das Gefühl, das so ausgedrückt gleichzeitig Lebensraum von Menschen etc. genommen wird. Deiche sind ja auch wichtig damit die Menschen die dahinter wohnen sich sicher fühlen können. Könnte es da helfen Auen-Gebiete auszuweisen die nicht im Widerspruch sind, z. B. durch Renaturierung von Flussläufen?

  • Die Anerkennung zusätzlicher Biosphärengebiete durch die UNESCO kann helfen, dem SDG 15 näher zu kommen.
  • Netzwerke und Initiativen unterstützen

Für Ökologie und Nachhaltigkeit muss man nicht zwingend das Rad neu erfinden: Gesunder Menschenverstand und die Unterstützung von bzw. das Engagement in bereits bestehenden Organisationen und  Initiativen können hier weiterhelfen: 2015 ist z.B. das UN-weite Jahr des Bodens, um eben die fortschreitende Zerstörung dieser Lebensgrundlage einzudämmen. Slow Food ist eine inzwischen internationale Initiative, die sich für die Aspekte des SDG 15 einsetzt. Es gibt das Europäische Netzwerk von Biokommunen: Die Bio-Städte, -Gemeinden und -Landkreise setzen sich zum Ziel, den Ökolandbau, die Weiterverarbeitung und die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln mit kurzen Transportwegen und regionaler Wertschöpfung verstärkt zu fördern.

Gesellschaftlichen Initiativen wie Urban Gardening, Lebensstile wie der der LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) können genutzt werden, um das Bewusstsein für die Förderung der Vielfalt der Arten und Ökosysteme zu nutzen.

Und im Zweifel hat jeder ein Fleckchen Erde, auf dem er eine bedrohte Pflanzen- oder Tierart anbauen oder halten kann, Paten werden. . .


Das Wohlergehen aller Menschen, die Bekämpfung des Klimawandels und weitestgehender Arten- und Naturschutz bilden für uns das Fundament zukünftiger globaler Politik. Ohne die Vielfalt der Arten werden Nischen der Ökosysteme nicht mehr bedient, stocken Kreisläufe und kollabieren letztlich Ökosysteme, die das Fundament für das Wohlergehen der Menschen bilden. Wird jetzt nichts gegen den globalen Klimawandel getan, ist die Lebensgrundlage aller Wesen auf diesem Planeten bedroht.

Wir hoffen, dass die neuen Leitlinien nicht nur die globale Politik beeinflussen, sondern auch die Wertschätzung und das Bemühen der Menschen um eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen  stärken.

About annekberlin

>Studies: Business Communication (HTW Berlin), Global Change Management (HNE Eberswalde) >Social Media for Adzuna (London), KMGNE and CCClab (Berlin)

Discussion

Comments are closed.

Menu

Archive


Facebook Twitter Youtube soundcloud zotero

Ein Projekt von:

KMGNE   Kolleg für Management und Gestaltung nachhaltiger Entwicklung
Offizielles Projekt der UNESCO Weltdekade 2013/2014
EuropeAid
Wissenschaftsjahr 2015 Zukunftsstadt

ArtCOP21 – Cultural Programme for Paris Climate 2015 #ArtCOP21

ArtCOP21 – Cultural Programme for Paris Climate 2015
EU Youth in Action | This project has been funded with support  from the European Commission.  This publication [communication] reflects  the views only of the author, and the  Commission cannot be held responsible  for any use which may be made of the  information contained therein.
baresus.net