Raus aus der Komfortzone| Wie Klimakunst das Handeln beeinflussen kann

Klimakunst ist eine Kunst, nämlich die Kunst, Menschen aus ihrem täglichen Tun aufzuwecken und zum alternativen Handeln anzuregen. Das Leben vieler Menschen wird vor allem von kognitiver Dissonanz beherrscht, also dem Handeln wider besseren Wissens. Wir Rauchen, obwohl wir wissen, das es Krebs verursacht; wir schlemmen Süßes, obwohl Zucker die Eigenschaften von Drogen nachgesagt werden; und wir konsumieren, obwohl die Ressourcen weltweit bald erschöpft sind. Haben die ersten beiden Beispiele nur Einfluss auf uns als Individuum, gefährden wir im letzten Punkt unseren gesamten Planeten.

Die Aufgabe

Begriffe zur TransformationKlimakunst soll über verschiedene Wissenschaftsdisziplinen bis hin zur Praxis Fakten vermitteln und zur Verständigung beitragen.

Klimakunst soll globale Prozesse erklären und veranschaulichen.

Klimakunst soll ein Medium zum Diskurs und Dialog über alternative Zukunftsszenarien sein.

Klimakunst soll alltagstaugliche Handlungsalternativen aufzeigen und den Transformationsprozess vom Jetzt zu einer klimaverträglichen Zivilisation aufzeigen.

Klimakunst soll ein massentauglicher Trend werden, mit neuen Bildern, Metaphern und Symbolen.

Die Theorie

Es gibt viele Gründe, nicht so zu handeln, wie es die Ratio verlangt. Aussagen wie…

  • Ich sehe keine Alternative.
  • Ich weiß nicht wie.
  • Ich habe keine Lust und Motivation.
  • Das geht mich nichts an.
  • Das spielt in meinem Umfeld keine Rolle.

…kennt sicher der ein oder andere.

Handlungsalternativen
Handlungsalternativen aufzeigen

Dreht man diese Aussagen um, müssen…

  • Konkrete Alternativentwürfe gefunden werden,
  • Informationen zur Technik und Verhalten veranschaulicht werden,
  • Akzeptanz, Verantwortung und Teilhabe müssen gestärkt werden und
  • Die Menschen müssen für das Thema sensibilisiert werden.

Der Weg

Schon längst ist die Erkenntnis, das Praxis einprägsamer als Theorie ist, von der Schule bis zur Universität im Bildungssektor angekommen. Diesen Ansatz verfolgen auch die zwei Sommerkurse des Climate Communications Lab (CCCLab). Es geht darum, Fragen zu stellen, die an Jostein Gaarders Roman “Sofies Welt” und die Metapher mit dem Kaninchenfell erinnern: Die Fähigkeit, sich über die Welt wie sie momentan ist zu wundern, und Fragen zu stellen.

  • Begriffe wie Tipping Points, Black Swans und Irreversibilität sollen in diesem Zusammenhang in eine massen taugliche und allgemein verständliche Sprache übersetzt werden.
  • Zukunftsszenarien werden erarbeitet und visuell dargestellt.
  • Eine Roadmap für die “große Transformation” soll erarbeitet werden.

Die Sommerkurse #future cities und #focusland werden vom KMGNE veranstaltet und bilden Teil des internationalen und transdisziplinären Forschungsprojetes ClimArt.

Internationales Forschungsprojekt ClimArt 2014 – 2018

Ch. Klöckner/E. Hertwich, Universität Trondheim (N), J. Borner/ M.Zienert, KMGNE (D), E. Kintisch, Science-Magazin (USA), Sam Jury, D. Buckham Cape Farewell (UK),J. Swimm, Pensilvania State Universität (USA), P.C. Stern, Nationale Akademie der Wissenschaften (USA), P. Huybers, Harvard-Universität (USA).