Reallabore als Ansatz in der Energieforschung und -wende

Beim 26. energiepolitischen Dialog des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am 13.09.2018 in Berlin ging es um die Umsetzung des aktuellen Energieforschungsprogramms der Bundesregierung. Der energiepolitische Dialog ist ein regemäßig stattfindender Austausch zwischen Vertreter*innen von Gewerkschaftsverbänden wie Ver.di, gemeinnützigen Organisationen wie BUND, kirchlichen Einrichtungen, politischen Stiftungen wie der Heinrich-Böll-Stiftung und Vertreter*innen von Forschungseinrichtungen wie dem PIK.

Anne H. Kraft vom KMGNE stellte im Anschluss an den Beitrag zum Energieforschungsprogramm den Reallabor-Ansatz im Kopernikus-Projekt „Energiewende-Navigation“(ENavi) vor (Präsentation). Reallabore sind Explorationsräume (konzeptuell und geografisch) zur Erforschung komplexer Transformationsthemen und Erarbeitung sozial robuster Lösungen.

Innovativität RWLs

Was unterscheidet Reallabore von „klassischen“ Laboren?

Reallabore können als Diskursöffner für die Energiewende fungieren. Sie sind Rahmen für Beteiligung an Forschung- und Entscheidungsprozessen. Sie geben Raum für Innovationsentwicklung und gesellschaftliche Aushandlung. Sie befördern im Ergebnis den demokratischen Austausch über gesellschaftliche Zielvorstellungen. Sie können nachhaltige Systeminnovationen hervorbringen. Sie können außerdem Bottom-up Prozesse durch soziale Lernprozesse und Vernetzung bzw. Befähigung von Change Agents und Citizen Scientists befördern. Reallabore können damit einen Beitrag zur gerechten Gestaltung eines nachhaltigen Energiesystems leisten.

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